Türkei & die Reise durch Lykien

Basilika des Heiligen Nikolaus von Myra

nikolausbasilika nikolausbasilikaMyra  war Bischofssitz; ab 300 n.Chr. amiterte Nikolaus von Myra als Bischof. Über Nikolaus gibt es viele Geschichten; nicht alle sind fundiert nachzuweisen. So ist er um 280/86 in Patara (Lykien) geboren und 345/351 verstorben.
Nikolaus von Myra ist der Schutzpatron Russlands, Kroatiens und Serbiens, sowie der Kaufleute, Seefahrer, Schüler und Kinder; sein Name bedeutet „Sieg(reich)er des Volkes“.

Die Basilika von Myra wurde über die Jahrhunderte hinweg oft erweitert und umgebaut; die heutige dreischiffige Basilika stammt in den Grundmauern aus dem 8. Jahrhundert. Ein Kloster vervollständigte im 11. Jahrhundert den Komplex; den Mönchen wurde die Pflege der Pilgerstätte übertragen.

nikolausbasilika Nikolaus Gebeine wurden bei seinem Tode in der Basilika beigesetzt; doch italienische Kaufleute brachten sie – nach der Evakuierung von Myra und vor der Eroberung durch seldschukische Truppen im Jahre 1087 in das sichere Bar; dort wird ein Fest am Tag der Ankuft der Reliquien, dem 9. Mai, gefeiert.

Die Gebeine werden in der Basilika von San Nicola aufgebahrt.

nikolausbasilika Die türkische Nikolaus-Stiftung fordert bis heute von Bari die Herausgabe der Reliquien vergebens.

Erst 1863 kaufte der russische Zar Alexander II. die Kirche und lies sie wieder vom Schlamm des Flusses befreien. 1963 wurden die östlichen und westlichen Seiten der Kirche ausgegraben; seit 1990 finden immer wieder Ausgrabungen statt.

Sehr schön erhalten sie die byzantinischen Fresken an Wänden und Decke, sowie römische Sarkophage, die aus Spolien (von lateinisch spolium „Beute, Raub, dem Feind Abgenommenes“) wiederverwendet wurden.

nikolausbasilika Heute ist Nikolaus von Myra in vielen Ländern unter ebenso vielen Namen bekannt: Sviatoi Nikolai (Russland), Sveti Nikolaj (Slowenien), Sveti Nikola (Kroatien und Serbien), Sint Nicolaas oder Sinter klaas (Niederlande und Flandern).

Nikolaus ist von jeher einer der populärsten katholischen Heiligen. In der Russisch-Orthodoxen Kirche wird Nikolaus neben Christus und Maria mit Kind die dritte große Ikone auf der Ikonostase der Kirchen gewidmet.

nikolausbasilika Am 6.Dezember 2007 konnte der griechisch-orthodoxe ökomenische Patriach von Konstantinopel einen Gottesdienst nach griechisch-orthoxer Liturgie in der jetzt dem Heiligen Nikolaus geweihten Basilika von Myra feiern, nachdem die Kirche mit einer Spende des Kultusministeriums fertig restauriert werden konnte.

Nach Deutschland kam der Nikolauskult im 10. Jahrhundert; viele Nikolauskirchen wurden gespendet.

In vielen Ländern ist der Nikolaustag als Feiertag abgeschafft. Spanien allerdings hat diesen Tag noch, da das Land an diesem Tag 1978 seine Verfasung ratifiziert hat, sowie auch Finnland, das 1917 an diesem Tag unabhängig wurde.

Der Heilige Nikolaus trägt traditionell das Gewand eines katholischen Bischofs mit Mitra und Hirtenstab. Unsere Kinder allerdings lieben den Nikolaus wohl eher in seinem rot-weißen Outfit.

myra
Heute kommen viele russisch-orthodoxe Christen nach Myra in die Basilika.

Und dass diese Touristen hier in ihrer Muttersprache einkaufen können, zeigt das linke Bild deutlich.


Wir fahren jetzt weiter: Die Küste entlang mit Blick auf die Insel Megisti, denn unser nächstes Ziel ist Dalyan und der Köyceğis-See, von dem aus der Dalyan-Fluss das Süßwasser in die Ägäis bringt.


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