Türkei & die Reise an die Türkische Riviera

Kemer

Unsere Maschine ist pünktlich in Antalya gelandet. Die Passportkontrolle ist schnell erledigt und auch das Gepäck lässt nicht lange auf sich warten. Obwohl alle Passagiere wie im Bienenschwarm hin und her laufen, denn Anzeigetafeln und tatsächliche Förderbänder „passen“ einfach nicht zusammen. Doch: Aufregen wollen wir uns nicht. Es ist Urlaub!  

Außer unserer Maschine kommen noch weitere an. Wie viele …..? Hunderte von Pauschaltouristen strömen nun raus aus dem Airport und hin zu den Schaltern der diversen Reiseagenturen. Trotz der Menschenmenge geht der Abtransport mit den vielen wartenden Bussen ziemlich schnell.

Da wir erst am Abend in Hannover abgeflogen sind, ist es bei der Ankunft im Hotel mitten in der Nacht. Dunkel also! Wir können nichts von der Umgebung erkennen. Aber im Hotel ist man auf so spät eincheckende Gäste vorbereitet.

Auch wir checken ein und fallen erst einmal müde ins Bett ...

kemer Morgens scheint die Sonne ins Fenster. Ein prüfender Blick heraus beruhigt uns. Das Hotel liegt ruhig außerhalb der quirligen Stadt Kemer und der Blick auf das Meer lässt Urlaubsstimmung aufkommen.

kemer Das Hotel ist nicht gerade klein, aber alles verläuft sich in der weiten Clubanlage. So müssen wir schon einen kleinen Bummel machen, um von unserem Haus hinüber ins Restaurant zu gelangen. Dorthin, wo ein reichhaltiges Frühstücksbuffet auf uns wartet.

Schnell nach dem Frühstück verschwinden die großen Reisegruppen. Wir lassen es sehr langsam angehen. Erkunden die Umgebung, bummeln am Strand entlang und schauen auf das Meer, in dem tatsächlich zwei bis drei Leute wagemutig ihre Schwimmübungen machen. Brrrr, das ist mir doch zu kalt!

Wir fahren ein wenig die Küste entlang. Links von uns das Meer und rechts erhebt sich das Beydaglari Gebirge (bis 2550 m hoch) mit dem antiken Olympos. Zu der damaligen Zeit vermuteten die Griechen dort den Wohnsitz von Zeus. Pinienwälder wechseln sich mit endlos langen Gewächshausreihen ab. Hier scheint das ganze Land unter Glas zu sein. Auf dem unteren linken Bild sieht man es: die weißen Stellen sind Gewächshäuser. Und von hier aus gehen Tomaten, Gurken, Auberginen auch über die Grenzen der Türkei auf so manchen Salatteller.

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Auch diese leuchtend roten Granatäpfel und Orangen gedeihen hier prächtig. Fast an jedem Restaurant kann man frisch gepressten Saft - das Glas für einen Euro - kaufen. Eine angenehme Erfrischung, will man nicht den ganzen Tag Mineralwasser, Cola oder Kaffee trinken.

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Bis weit in die Städte hinein wachsen die Obstbäume. Doch solch ungeahnte Größen erreichen die Früchte nur als Wahrzeichen aus Metall.

fladenbrot fischUnd das wir am Meer sind, wird beim Mittagessen deutlich. Erst kommt das Fladenbrot. Warm duftend und knusprig kommt es auf den Tisch. Wir fangen bereits schon vor dem Fisch an, der ganz rustikal in der Tonpfanne serviert wird.

Der Koch verrät keinem Gast das Rezept. Aber Knoblauch ist unüber-„richbar“. Und dann ist da noch ein Gewürz, was nur? Wir kommen dann doch hinter das Geheimnis. Ein Rosmarinzweig hat sich unter dem Schwanz versteckt. Ja, danach schmeckt die Forelle.

mokkaZurück im Hotel gibt es ein Bier (für Hubert) und einen Türkischen Mokka (für mich & ohne Zucker). Das muss man explizit sagen bei der Bestellung, denn sonst ist der Mokka süß. Er wird bereits mit Zucker aufgegossen. Deshalb hat es auch keinen Sinn, das Umrühren einfach wegzulassen.

 Ach ja, und dann ist da noch der Raki. Wir haben gelernt: Zwei Finger breit ist „Medizin“. Darum kann ihn ein Türke auch bedenkenlos als solche einnehmen. Und vier Finger breit? Na, das ist dann wohl Alkohol …..

Meist wird Raki mit etwas Wasser vermischt. Dann ist er nicht mehr klar s ondern milchig trübe. Arslan sütüsü – Löwenmilch – nennen die Türken dieses Getränk. Aber Vorsicht: Ein Glas zu viel kann schnell zum Desaster führen.

Oder man trinkt ihn so: Einen kleinen Schluck in den Mund nehmen. Die Mokkatasse (mit Untertasse) auf das schlanke Glas stellen und einen Schluck Mokka nehmen. Alles im Mund vermischen. Der Geschmack ist einfach köstlich.

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So vergeht die Zeit in Kemer. Das abendliche Buffet ist lecker und der Tag endet dann mit einem Bummel durch die Hotelanlage hinunter zum Meer.

Es zieht uns weiter. Morgen geht es Richtung Taurus Gebirge. Wir wollen uns das Baumwollschloss in Pamukkale ansehen. Also: Auf geht es!


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