Thailand - Damnoen Saduak

Nach unserem ersten Wochenende in Bangkok geht es Montag früh Richtung Westen.

Kaum haben wir die Stadt verlassen, wird es um uns herum ländlicher, so also, wie wir uns das vorgestellt haben. Thailand ist ja nicht nur Bangkok und Großstadtverkehr.

Irgendwie haben wir das Gefühl, dass die Menschen und Tiere die Straße ihr eigen nennen. Sie leben an den Verkehrswegen, an denen die Dörfer dicht herangebaut sind. Ständig laufen die Kinder von der einen Seite zur anderen. Unser Fahrer muss da schon höllisch aufpassen. Aber er ist das ja gewohnt.

 Wir können uns nicht satt sehen und so geht es mit unserem Filmverbrauch rapide nach oben. Sicher müssen wir - wenn wir wieder zurück in Bangkok sind - neue Filme kaufen. Das stellt aber kein Problem dar, denn die großen Kaufhäuser sind mit Ständen der namhaften Filmhersteller gut bestückt.

markt Die Fahrt geht durch eine uns fremde Natur. Überall ist es grün und bewaldet. Ab und zu halten wir, wenn ein schöner Platz zum Schauen und Rasten in Sicht ist. Wir haben ja Zeit. Ein paar Bananen werden am Straßenrand gekauft. Die kleinen, gelben Dinger, von denen ich überzeugt bin, dass in Ihnen der ganze Geschmack einer großen gleichmäßigen - im deutschen Supermarkt gekauften Einheitsfrucht - steckt.

markt Zwei Stunden sind wir jetzt unterwegs, als wir in Damnoen Saduak, was wörtlich übersetzt so viel wie "bequeme Reise" bedeutet.  Damnoen Saduak liegt am „Khlong Damnoen Saduak“, einem Kanal (Khlong), der den Tha-Chin-Fluss mit dem Mae-Klong-Fluss verbindet.

markt Jeden Vormittag findet hier auf einem Khlong ein Schwimmender Markt statt. Mit langen und schnellen Longtail-Booten geht es nun durch die Khlongs, vorbei an Gemüse- und Obstgärten, an blühenden Pflanzern, Pfahlbauten direkt am Ufer und im Wasser spielenden und planschenden Kindern. 10 Minuten Fahrt, und schon sind wir mittendrin im Trubel eines thailändischen Marktes. markt Geschickt fahren die Boote mit allen tropischen Früchten beladen durch die Wasserstraßen. Kleidung kann man hier ebenso kaufen wie eine kleine Mahlzeit zwischendurch. Boote mit Garküchen paddeln duftend nach Essen an uns vorbei.

Seit 1968 ist dieser Markt auf dem Wasser wichtigster Umschlagplatz für die umliegende Bevölkerung.

Allerdings - und das ist nicht zu verleugnen - haben die großen Touristenströme aus dem nahen Bangkok auch dazu beigetragen, dass der Markt seine typische Authentizität verloren hat.
Über eine Holzbrücke gelangt man in eine große Markthalle. Souvenirs für zu Hause!



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Wieder im Bus, fahren wir in das 60 km entfernte Nakhon Pathom.

Eigentlich keine schöne Stadt, wäre da nicht der Phra Pathom Chedi, der größte Chedi weltweit.   Er ist auch im Wappen der Provinz Nakhon Pathom zu sehen.

Erste Aufzeichnungen über den Chedi stammen aus dem Jahr 645; allerdings gibt es noch weiter zurückliegende Ausgrabungen.

Die Khmer haben den Chedi nach ihrer Eroberung überbaut und die Ruinen hat sich dann der Dschungel zurückerobert.

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Erst im 19. Jahrhundert wurde die Tempelanlage wiederentdeckt und erneut aufgebaut. Seitdem ist das 127 m hohe Chedi eine besonders wichtige buddhistische Stätte.

Besonders beeindruckend war das Farbenspiel, wenn die Sonne den Tempelbau erstrahlen ließ.

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Als wir  langsam die Treppe hinaufgehen, strahlt uns schon vom Weitem die goldene Buddhastatue „Phra Ruang Rojanaridhi“ entgegen.

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40 Buddhastatuen stehen in den Nischen des Innenhofes, der sich um den Chedi herumzieht.




Nun geht es weiter zum River Kwai


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