Thailand - Chiang Mai


Nach einem zweiten Wochenende in Bangkok müssen wir früh am Inlandsflughafen sein. Unsere Maschine nach Chiang Mai, der Rose des Nordens, wie die Stadt auch genannt wird, geht um 07.00 Uhr. Flugzeit eine Stunde, und wir sind im Verkehrsknotenpunkt des Nordens - hier an der Grenze zu Myanmar und Laos - angekommen. Wir checken im Empress Hotel ein.

chiangmai Hoch über der Stadt liegt der Wat Phra That Doi Suthep (vollständiger Name: Wat Phra That Doi Suthep Ratcha Woraviharn). Über 15 km lang schlängelt sich die 1934 gebaute Straße in Serpentinen hinauf auf den Hügel.

chiangmai Der Legende nach hat 1383 der Lanna-König Ku Na einem weißen Elefanten eine zerbrochene heilige Reliquie auf den Rücken binden lassen. Dieses Tier sollte dann - einem Gottesurteil gleich - den Weg hinauf auf den 1000 Meter hohen Hügel suchen und dort, wo er stehen blieb, sollte dann der Tempel errichtet werden.

chiangmai Wir sind nicht mit der Zahnradbahn hinaufgefahren, sondern wir haben die 200 Stufen über die Naga-Treppe genommen.Treppen dieser Art sind in Lanna-Tempeln häufig zu sehen. Diese Treppe wurde im 16. Jahrhundert  erbaut. Die Naga-Schlangen winden sich rechts und links auf dem Geländer entlang.

chiangmai Heute die achteckige und 32 Meter hohe Goldene Chedi Mittelpunkt des Heiligtum; sie ist mit vergoldeten Kupferplatten bedeckt und wird von einem quadratischen Zaun umgeben, dessen obere Hälfte vergoldet ist. An den vier Ecken befinden sich filigrane Chat, zeremonielle Schirme im burmesischen Stil, deren würfelförmiger Sockel mit goldenen Reliefs des mythologischen Elefanten Erawan und mythologischen siamesischen Löwen (Singha) verziert sind, das goldene Standrohr ist einem Bambus-Rohr nachempfunden.

Eine Reihe von Glocken unterbricht die Wandelgänge um den Chedi herum ebenso wie Buddhastatuen und ausladende Bodhi-Bäume.

Von der Aussichtsterrasse um den Bergtempel herum hat man einen weiten Blick hinunter auf die zweitgrößte Stadt Thailands, die heute Mittelpunkt des Nordens ist.

Die Stadt Chiang Mai mit ihren gut 150.000 Einwohnern ist die größte und zugleich kulturell wichtigste Stadt im Norden des Landes. Sie bildet das wirtschaftliche Zentrum.

Die Region Chiang Mai  ist landwirtschaftlich gut genutzt. Klima und Boden lassen Ackerbau und Viehzucht zu. Wir wollen uns deshalb auf einem Bauernmarkt umsehen. Muss man dort doch alles kaufen können, was produziert wird.Also los: frisches Obst sollte doch wohl gut zu erstehen sein !!!  Oder ???

markt markt

marktAndere Länder - andere Sitten !
Was wir finden, zeigen die Bilder ganz deutlich. Lieben wir Bratwurst und Steak, so sind es hier gegrillte Frösche, mit allem, was sie in sich tragen.
Maden - Raupen - Würmer. Sicher nichts für unsere Mägen.
Da hilft nur ein Schnaps. Aber bitte nicht mit Schlangen.



Doch etwas gibt es, das uns besonders gefällt: die Handwerkskunst. Sind es auf der einen Seite die Holzschnitzer, die mit einfachen Hilfsmitteln kunstvolle Tische, Stühle, Schränke und Truhen fertigen.

So sind es auf der anderen Seite die Schirmemacher, die aus Bambus und Papier große und kleine Kunstwerke schaffen. Und ein Schirm von diesen Bildern können wir nun auch zu Hause in Natura betrachten.

schirm Das Produktionszentrum für die berühmten Schirme befindet sich in Bo Sang, einem Dorf 10 Kilometer östlich von Chiang Mai.

schirm Hergestellt werden die Schirme aus zwei heimischen Rohstoffen: Bambus für das Gestell und Papier aus dem Sa-Baum. Noch heute wird das Papier wie vor 200 Jahren in kleinen Manufakturen hergestellt.

Der kleine Sa-Baum gehört zur Familie der Moraceae (40 Gattungen mit 1400 Arten), also eine Art Maulbeerbaum. Der Sa hat eine hellbraume Rinde und große grüne Blätter; er wächst überall um Bo Sang herum.

Die Papierherstellung ist recht kompliziert. Zuerst wird die Rinde des SaBaumes drei Stunden lang gekocht und danach mit einem Holzhammer so lange zerstoßen, bis sie weich und geschmeidig ist. Jetzt hat die Rinde bereits ihre typisch weiße Farbe angenommen.

schirm Nun kommt die so vorbereitete Rinde in einem großen Bottich mit Wasser und wird so lange gerührt, bis sich Flocken bilden. Diese werden dann mit rechteckigen Sieben dünn abgeschöpft und an der Sonne ca. 30 min. getrocknet. Nun ist das Papier fertig für die Schirmherstellung.

Auch der Bambus für das Schirmgestell wächst überall in der Natur. Zuerst werden die zugeschnittenen Bambusstücke von schädlichen Insekten befreit und dann in feine Streifen geschnitten. Das geschieht nass; nun werden die Gestelle erneut getrocknet.

Nun werden Gestell und Papier zum Schirm verarbeitet und die malenden Handwerker beginnen mit dem Bemalen.
Besonders schöne und edle Exemplare werden allerdings mit reiner Seide bespannt.

dach dach
Irgendwie aber sind es auch die Bauten, die uns faszinierten.
Besonders die prunkvollen Dachkonstruktionen. Und jemanden (wie Hubert), der etwas davon versteht, ziehen solche Dächer magisch an.





Jetzt aber wird es Zeit; wir wollen zum Golden Triangle - Goldene Dreieck und in die Bergdörfer.



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