Thailand - Ayutthaya

(über Lopburi - Phimai - Khorat)


Wir kommen vom River Kwai und fahren Richtung Ayutthaya.

Auf dieser Tour kommen wir nach Lopburi, eine “affige” Stadt. Überall auf den Straßen leben diese heiligen Tiere. Richtig frech sind sie. Werden sie doch von den Menschen gefüttert und verehrt. Eher muss ein Auto anhalten, als dass einem Affen etwas passiert, wenn er über die Straßen läuft.

lopburi lopburi Meistens aber hangeln sich die flinken Tiere an den Stromleitungen von Haus zu Haus. Nirgends in Thailand habe ich so viele vergitterte Fenster und Balkone gesehen. Das ist aber auch nötig, denn die Affen haben keinerlei Respekt vor menschlichem Besitz. Sie nehmen fast alles mit, was nicht niet- und nagelfest ist.
Selbst unser Hotel für diese Nacht - das Lopburi Inn - ist ganz auf die Affen eingestellt; zumindest empfangen uns hölzerne Artgenossen vor dem Eingang.


phimai Unser nächstes Ziel ist Phimai. Eine der schönsten Tempelanlagen der Khmer liegt vor uns. Im 12. Jahrhundert haben die Khmer eine fast schnurgerade 240 km lange Straße von ihrer Hauptstadt Angkor (heute in Kambodscha gelegen) hierher gebaut. Bis ins 13. Jahrhundert hinein haben Khmer-Monarchen an dieser Tempelstadt gebaut, die inmitten eines ummauerten Rechtsecks von 1100 x 600 Metern entstanden ist.

phimai Im Jahre 1970 wurde die Anlage vollständig - und aufwendig - restauriert. Heute erstrahlt sie im alten Glanz als bedeutendste Sehenswürdigkeit der Khmer.

phimai Schnurgerade Wege trennen die einzelnen Bereiche voneinander. Terrassen auf der einen Seite, Brücken über Bachläufe auf der anderen Seite, große Gartenanlagen, in denen sich königliche Pavillons befinden. Eine Bibliothek gibt es ebenso wie heilige Teiche und eine Schatzkammer.

 Eine Treppe - flankiert von Naga-Schlangen - führt dann in der Mitte der Anlage zum eigentlichen Haupttempel. Dieser - wahrscheinlich Shiva geweihte - Komplex steht auf einem Sockel und überragt die Umgebung.

Wir haben uns beim Foto zu diesem Bericht für die junge Dame entschieden, die für eine Sendung im thailändischen Fernsehen auf der Treppe in historischem Gewand tanzt. Phimai ist nicht nur Heiligtum der Thais. Nein, auch Schauplatz für viele Dreharbeiten zu Filmen und Fotoreportagen.



Eine weiteren Zwischenstopp auf unserer Fahrt nach Ayutthaya machen wir in Khorat, oder auch Korat  geschrieben. Der vollständiger Nameder Stadt  ist Nakhon Ratchasima.
Korat ist die Abkürzung für den alten Namen der Khmer Angkor Raj.

koratUnser Hotel ist das Royal Princess. Sicher, wir hätten hervorragend im Hotel zu Abend essen können, aber ein Dinner besonderer Art wollen wir uns auch nicht entgehen lassen.

So nehmen wir den lokalen Bus, fahren die wenigen Kilometer ins Stadtzentrum hinein und befinden uns unmittelbar auf dem Nachtmarkt.

Zusammen mit Pia und Sandra schlendern wir dann durch die Reihen der kleinen Marktstände. Vorbei an solchen mit Musik-CD’s, Kleidung, Schuhe, Bücher, Lebensmittel und - das ist uns wichtig - Garküchen. Alles, was lecker aussieht, haben wir dann gekauft und probiert. Hier auf dem Foto sind es feurige Fleischspieße, die wir da als so-und-so-vielten Gang essen. Es ist uns allen bekommen: keine Magenschmerzen am anderen Morgen.

Jedenfalls - den Eindruck haben wir - sind wir herzlich willkommen unter all den Thais, die hier auf dem Nachtmarkt von Khorat zu Abend essen, einkaufen und einen Klönschnack halten.



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Unser Ziel ist erreicht: die alte Hauptstadt Ayutthaya, deren offizieller Name Phra Nakhon Si Ayutthaya, auch Ayudhia ist. 

417 Jahre lang war die Stadt Mittelpunkt glanzvoller Geschichte des gleichnamigen Reiches. Nach der Vereinigung zweier kleiner Fürstentümer entstand dieses Reich im Jahre 1350. Im 16. Jahrhundert mussten alle europäischen - bis dahin hier tätigen - Handelsnationen den Staat verlassen. Ayutthaya mit seinen 300.000 Einwohnern fiel danach 150 Jahre in die Isolation als “verbotene Stadt”.
ayutthaya Das endgültige Aus kam nach zweijähriger Belagerung durch die Burmesen Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Bauten versanken in Schutt und Asche.

Im 14. Jahrhundert befand sich die Stadt noch in der Nähe der Küste des Golfs von Thailand, als Ergebnis der jahrhundertelangen Sedimentbildung liegt sie heute ca. 100 Kilometer entfernt von der Küste.

Heute gehören die Ruinen im Geschichtspark Ayutthaya zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes, die so erhalten bleiben sollen wie sie jetzt sind. Nichts wird verändert.

Die thailändische Kulturbehörde Fine Arts Department  begann 1956 mit der ersten Phase der Restaurierung der Ruinen. Im Jahr 1976 wurde das Gebiet zum Geschichtspark (Ayutthaya Historical Park) erklärt, was die weiteren Restaurierungsarbeiten beschleunigte. 1981 wurde der Park in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

mongkonmongkonDer Wat Yai Chai Mongkon (Mongkol, auch Wat Chao Phraya) ist der älteste und wichtigste Tempel im alten Siam. Er wurde 1357 auf Befehl von König Ramathibodi I., dem ersten Herrscher des Ayutthaya-Reiches, errichtet. Ein Kloster beherbergt noch heute Mönche. 135 Buddhastatuen mit gelben Tüchern behängt, sitzen auf der Gartenmauer rund um das Wat herum.

Teile der Anlage waren nur der Königsfamilie zugänglich. So lag der Königstempel unmittelbar südlich des eigentlichen Palastes. Im Tempel lebten zur damaligen Zeit allerdings keine Mönche. Das Heiligtum diente ausschließlich als Privatkapelle des Herrschers, sowie für höfische Staatszeremonien.

sanphetsanphet3 Jahrhunderte galt der Wat Phra Sri Sanphetwar, der königliche Tempel auf dem Gelände des alten Königspalastes in Ayutthaya, als der größte und schönste Tempel von Ayutthaya, bevor die Stadt 1767 von den Birmanen vollständig zerstört wurde.

Heute kann man durch den großen gepflegten Garten gehen, die alten, ehrwürdigen Gebäude auf sich wirken und einfach nur die Seele baumeln lassen.

Der Wat Phra Sri Sanphet war Tempel der königlichen Familie und besaß als solcher keinen Sanghawat, also keinen Wohnbereich für Mönche. Der Wat wurde ausschließlich für königliche Zeremonien benutzt.


Zurück in Bangkok verbringen wir dann das Wochenende im Royal Orchid Sheraton.
Die nächste Woche soll es ja in den Norden gehen. Wir nehmen das Flugzeug und ab geht die Reise nach Chiang Mai und ins Goldene Dreieck.



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