Tansania - Usambara Berge


Wie schon berichtet, haben wir unsere Reise umgeplant.

Nächstes Ziel ist das küstennahe Gebirge auf dem Weg Richtung Dar es Salaam. Von den höchsten Erhebungen (rund 2300 Meter) fallen die Flanken des Gebirges fast senkrecht in die Ebene herab. Eine unwahrscheinliche Vegetationsvielfalt in den Bergen ist das krasse Gegenteil zu dem eher trockenen Tal.

Mehr als 2000 Pflanzenarten haben die Botaniker gezählt. Zu Ihnen gehört selbstverständlich das in deutschen Wohnzimmern gern gesehene Usambara Veilchen.

LushotoVon Moshi / Marangu aus geht es auf der ausgebauten Asphaltstraße, der B 1, Richtung Osten, der Küste entgegen. Von Mombo aus führt dann eine atemberaubende Serpentinenstraße in das 65 km entfernte Lushoto, mit seinen ca. 12.000 Einwohnern der Distriktort der Western Usambaras. 1700 Meter hoch gelegen, war der Ort früher als “Wilhelmstal” bekannt und ein bedeutender Erholungsort für deutsche Siedler.  Wie viele Hillstation der Kolonialzeit war dieses Gebiet malariafrei und somit ideal für die “Sommerfrische” der Europäer in der damaligen Epoche.

 Lushoto heute ist der Ort für Bergwanderer, die die Usambaras kennen lernen möchten.

 LodgeFür uns aber ist Lushoto nicht der Endpunkt unserer Tour in diese Bergwelt. Wir haben uns ja in der Grant’s Lodge angemeldet. Dort, 15 km außerhalb der Stadt, wollen wir die Ruhe der Berge genießen. Doch bis dahin ist noch eine lange Reise.
Hier eine Information, die nach unserer Reise kam:
Die Grants Lodge  heißt heute Müller Lodge

Na ja, nur noch ein Katzensprung, würden wir sagen. Was sind schon 15 km? Aber tansanische Straßenverhältnisse reden da eine andere Sprache. Die schnell einsetzende Dunkelheit in diesem Teil der Welt, der holprige Waldweg mit Schlaglöchern, Baumwurzeln und Steinen lässt diese eigentlich kurze Strecke zur unendlichen Geschichte, sprich: zur langen Strecke werden. Fast zwei (!) Stunden geht es bei völliger Dunkelheit (natürlich gibt es keine Straßenbeleuchtung) hinauf zur Lodge.

LodgeDie schöne Lage (wir sehen sie erst am anderen Morgen bei Sonnenaufgang) entschädigt für diese Fahrt durch die Nacht.

Die Lodge - erbaut in der Kolonialzeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts - hat vier gemütliche Zimmer. Sehr persönlich eingerichtet vom einstigen Owner des Hauses. Wir bezogen den Tibetan Room. Irgendwie schon eine Besonderheit hier mitten in Afrika. Die Gebetsfahnen an den Wänden versetzten uns eher in die Berge des Himalaya als in die der Usambaras.
Es gibt einen großen Speisesaal und eine hervorragende Küche, sowie eine kleine Bibliothek  und eine Sauna.

Gemeinsam  mit uns wohnt ein junges Paar aus Dar es Salaam in der Lodge. Gemeinsam gehen wir zum Dinner. Gemeinsam machen wir es uns danach gemütlich vor dem brennenden Kamin im Wohnzimmer. Ein Tee, ein Rotwein sorgten ebenfalls für Behaglichkeit und Wohlbefinden.

Kein Fernseher, kein Radio, kein Telefon stört die Ruhe. Nicht einmal das mitgebrachte Handy aus Deutschland hatte hier Empfang zum tansanischen Mobilfunkanbieter.

Usambara Berge Versorgt werden wir von zwei guten Geistern, die unsere Mahlzeiten ganz individuell mit uns vorher absprechen. Schmecken sie doch hervorragend: die selbst gemachte Marmelade und der frisch gepresste Obstsaft am Morgen.

Tagsüber verbringen wir die Zeit mit Spaziergängen um die Lodge herum. Wir durchstreifen die Bergwelt der Usambaras.


Jetzt aber heißt es: Weiter nach Sansibar !!!


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