Tansania - Serengeti & das Seronera Valley


Wir verlassen den Ngorongoro Nationalpark und fahren in langen Serpentinen von der Wildlife Lodge herunter in die Ebene. Je näher wir der Serengeti kommen, desto eintöniger wird die Landschaft. Endlos zieht sich die Straße hin, Staub wirbelt auf, wenn uns dann und wann ein Auto entgegen kommt.

SerengetiGlanzstareIrgendwann überspannt ein Schild die Fahrbahn. Für uns der Hinweis, dass wir in den Serengeti Nationalpark einreisen. Die beiden Parks gehen ineinander über. Vereinzelt stehen links und rechts der Fahrbahn Impalas und Strauße. Was die wohl zu fressen finden in dieser kargen Landschaft?

Ganz allmählich steigt das Gelände an. Nach fast zwei Stunden Fahrt sehen wir vor uns die Nobbi Hills. Tickets für den Park kaufen und auf die Granitfelsen steigen. Vorbei an bunten Eidechsen und Glanzstaren, die hier gut an Menschen gewöhnt sind. Werden sie doch immer gefüttert. Von oben herab bietet sich schon mal ein schöner Blick in die weiten Ebenen der Serengeti. Die 18 cm großen Dreifarben-Glanzstare sind an der Oberseite glänzend schwarz und am Nacken und Schultern schimmernd blaugrün gefärbt. Auch wenn man sie trotz ihres farbenprächtigen Gefieders nicht sehen würde, hören würde man sie schon aufgrund ihrer Trillerlaute. Und man merkt auch ihre "Anwesenheit", denn sie können recht aufdringlich werden, wenn sie nach Futter suchen.

Eidechse Seronera Lodge Wir fahren vorbei an den Koppjes (Koppje ist holländisch und heisst "kleines Köpfchen").

Große Granitfelsen, die seit Jahrmillionen hier liegen, aber im Laufe der vielen Jahrtausende vom Sand befreit jetzt offen zu sehen sind. Markante Punkte in der Landschaft, die Wohnung für viele Tiere bieten: Klippschliefer, Eidechsen, Vögel, ja sogar Aussichtsplattform für Leoparden & Co. Um die Koppjes herum findet man oft viel Grün und Bäume, das auf Wasser schließen lässt.

Klippschliefer Nun sehen wir es vor uns: das Seronera Valley. Auf einer Höhe von 1.500 Metern gelegen, ist es das Herzstück der Serengeti. Mittellanges Gras, so weit das Auge reicht. Wir fahren in die Seronera Lodge. Traumhaft eingepasst zwischen Koppjes. Nicht nur ein temporäres Zuhause für menschliche Touristen, sondern auch ständiger Wohnsitz für Mungos und Klippschliefer. Kaum ist die Sonne raus, toben die kleinen Gesellen ausgelassen über die Felsen. Selbst Treppenstufen sind für sie kein Hindernis. Sogar in den Bäumen am Eingang der Lodge haben wir sie gesehen.

Leopard in der Serengeti Die Serengeti ist bekannt für die großen Migrations der Tiere, besonders der Gnus. Das ganze Jahr über wandern sie kontinuierlich im Uhrzeigersinn durch das als Nationalpark ausgewiesene Gebiet. Als wir das Tal besuchen, sind die ganz großen Herden weiter im Norden.
Doch auch wir erleben viele Tiere in freier Natur: Löwen, sogar ein Gepard, Elefanten, Giraffen, Zebras, Hippos, Krokodile, Hyänen usw. sehen wir auf unserer Pirschfahrten. Sicher ein Highlight sind im Schein der untergehenden Sonne die Leoparden hoch oben im Baum. (Bild zum Vergrößern anklicken)

Löwin Löwin
Muckmäuschenstill sitzen wir im Jeep, als mit einem Mal diese Löwin neben uns im Gras lag.

Wo sieht sie nur hin?

Will sie jagen?

Richtig! Gleich soll es losgehen. Doch nur jeder sechste Versuch führt zum Jagderfolg.

Löwen in der Serengeti

Natürlich liegen die “Paschas” faul unter dem Baum. Sie meinen auch: lass nur die Frauen was tun!
Ob die drei wohl was von der Beute abbekommen?
(Bild zum Vergrößern anklicken)

In den letzten Jahren ist die Population der Löwen von 3000 Tieren auf knapp 2500 Löwen zurück gegangen. Der Grund sind ebenfalls die von Haustieren eingeschleppte Staupe und Tollwut.




Giraffe Wasser Noch ein paar schöne Bilder: Giraffen überragen so manche Akazie und ein Bach schlängelt sich durch das Seronera Valley. 

Baobab Zebras Die Affenbrotbäume sind schon etwas Gewaltiges. Ich kann (fast) an keinem Baobab vorbei, ohne nicht auf den Auslöser der Kamera zu drücken.

Elefanten kennen die Fähigkeit des Baobab zur Wasserspeicherung. Mit den Stoßzähnen brechen sie die Rinde des Baumes auf, entfernen mit dem Rüssel die feuchten Fasern im Bauminnern und kauen diese, um so Feuchtigkeit zu gewinnen. Dabei entstehen große Hohlräume in den Bäumen, die dazu führen können, dass die Bäume absterben.

In der Serengeti leben 1,6 Mio. Pflanzenfresser. Wieviele davon sind wohl Zebras? Ich mag diese Tiere sehr, sehen sie doch nur auf dem ersten Blick alle gleich aus ...

Elefanten Elenfanten Mit diesen Elefanten verabschieden wir uns aus der Serengeti; die Zeit hier war fast zu kurz. Aber wir werden wiederkommen.


Doch  jetzt heißt es erst einmal für uns "Der Berg ruft!" - und zwar der Mount Meru.


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