Südafrika - Kaphalbinsel & Kap der Guten Hoffnung

Die Kap-Halbinsel (engl. Cape Peninsula) ist eine rund 35 Kilometer lange Halbinsel im Südwesten von Südafrika.

Stellenbosch Stellenbosch Von Kapstadt aus die N 3 folgend, zieht sich die Fahrt auf ca. 150 km hin. Wir fahren zunächst entlang der Ostküste und erreichen nach ca. 3 km außerhalb der Stadt den Botanischen Garten von Kirstenbosch. Er ist mit 36 Hektar der größte von neun Nationalen Botanischen Gärten, die vom South African National Biodiversity Institute (SANBI) betrieben werden, der am 01. Juli 1913 gegründet wurde.

Der Garten erstreckt sich am östlichen Hang des Tafelberges auf einer Fläche von 528 Hektar, wovon etwa 38 Hektar intensiv bearbeitet werden. Einheimische Pflanzen aus dem südlichen Afrika sind hier beheimatet, auch bereits stark gefährdeten Arten wird so das Überleben erleichtert. Ungefähr 5.620 Arten sollen es sein.

Stellenbosch Stellenbosch Die für mich schönsten Blumen sind die  Silberbaumgewächse (Proteaceae), Südafrikas Nationalblume, die Protea, die einen eigenen Gartenteil ganz für sich allein hat. Wir bummeln über  Heide- und Grasflächen; entlang von Steingärten, bunte Blumenbeete, Kräuter- und Aromagärten. Wanderwege führen durch die reiche Baumwelt der Kapregion. Es gibt auch Duftbeete und einen Blindenpfad.

Überall entlang der Küste liegen kleine Badeorte. Wir haben uns für eine Kaffeepause Simon’s Town ausgesucht. Bereits 1743 wurde der Ort geschichtlich erwähnt, als der kleine Hafen Stützpunkt der Ostindien-Company wurde. Rechts und links der Hauptstraße sieht man schöne Fassaden im viktorianischen und kapholländischen Stil.

Pinguine Pinguine Simon's Town hat aber noch etwas Besonders, was den Ort von anderen Badeorten abhebt. Es sind nämlich recht eigenartige Badegäste, die mit Frack und weißer Weste den Strand für sich in Anspruch nehmen. Kommt man Ihnen aber zu nahe, wehren sie sich heftig.

Des Rätsels Lösung: Brillenpinguine, die hier seit 1985 am Bolder's Beach das ganze Jahr hindurch leben. Es gibt insgesamt drei Kolonien in Südafrika.

Protea Es geht weiter gen Süden und wir stehen am Parktor des Cape of Good Hope Nature Reserve; ein Teil des Table Mountain National Park. Das Reservat am Kap ist 7750 Hektar groß und beherbergt viele Tier- und Pflanzenarten, die speziell hier in der Kapregion leben und wachsen. Der gesamte Park ist UNESCO-Welterbe.

Cape PointEndlich sind auch wir am Traumziel aller Südafrika-Besucher. Doch erst einmal werden wir von den frechen “Bobbejaans”, den Pavianen, begrüßt. Nichts ist vor Ihnen sicher. Bloß schnell die Autotüren schließen. Wir steigen die steilen 90 Meter zum alten Leuchtturm empor. Bei klarer Sicht ist das Panorama umwerfend.

Cape of Good HopeWieder unten angekommen, zieht es uns nun natürlich zum Kap der Guten Hoffnung. 1488 hat der Portugiese Bartolomeu Diaz diese 20 km ins Meer reichende Felsenzunge entdeckt.

Ein großes Holzschild zeigt heute die genaue Position an. Doch ist es auch das wahre südliche Kap?

Nein, das ist das etwas unscheinbarere, 150 km entfernt liegende Cape Agulhas. Erst dort trennen sich Atlantik und Indischer Ozean. Doch das Cape of Good Hope (afrikaans Kaap die Goeie Hoop) bietet nun mal eine spektakulärere Kulisse. Starke Brandung lassen hier die warmen Ströme vom Indischen auf die kalten vom Atlantischen Ozean treffen.

Mit diesen Bildern der possierlichen Klippschliefer (oder Klippdachs) möchten wir uns verabschieden.

Klippschliefer Klippschliefer Allerdings nicht ohne den Hinweis, dass wir im nächsten Urlaub wieder hierher in den Süden Afrikas kommen. Dann werden die Drakensberge und Pretoria unser Ziel sein, um von dort aus eine Safari in Botswana zu machen. 


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