Südafrika - Nördliche Drakensberge

Wir verlassen also Pretoria in östlicher Richtung und fahren auf der N 4 bis kurz nach Witbank. Hier bei km 138 vereint sich die Nationalstraße 4  mit der N 12, aus Johannesburg kommend.

Long Tomkm 165: wir sind in Middleburg, es ist rund 1.500 Meter hoch gelegen.

km 225: wir haben das 2.025 Meter hoch gelegene Belfast erreicht.

km 415: das nächste Ziel ist Nelspruit.

Hier verlassen wir die N 4 und fahren nördlich auf der R 37 über den Long Tom Pass nach Sabie.

Auf der Fahrt dahin halten wir auf 1.750 Meter Höhe am Devil’s Staircase und stehen vor einem Nachbau einer der vier Kanonen, mit denen die Buren Pretoria gegen die Engländer verteidigt haben. Als die letzte Kugel verschossen war, sprengte man die Kanonen. Geblieben ist der Name “Long Tom” (wegen der enormen Länge der Waffe

Long Tom

Böhms Zeederberg26,6 km von Sabie entfernt und Richtung Hazyview liegt unser Hotel Böhm’s Zederberg. Marlene Böhm und ihre Familie stammen aus Deutschland. Zusammen mit ihren Töchtern betreibt sie seit 1975 diese Hotelanlage. Bungalows und Rundhütten stehen verteilt im großen Garten.

Hier am gemütlichen Kamin haben wir abends überlegt, wohin am nächsten Tag die Ausflüge führen sollten.

Das Country House liegt auf einem Hügel und es gibt einen sehr schönen weiten Blich über das Tal des Sabie Rivers und die umliegenden Pinien- und Eukalyptuswälder.

Wir fahren dann am nächsten Tag auf Entdeckungsreise entlang der Panorama Route, vorbei an Wasserfällen, bis hin nach Pilgrim’s Rest, der Geisterstadt, heute Museumsdorf. 1877 entdeckte William Trafford Gold, das bis 1972 auch noch abgebaut wurde.The pilgrim is at a rest, waren die Worte Traffords, als er den Platz hier fand. So blieb der Name bis heute erhalten.

DrakensbergePotholes

Hier an der Panoramastraße machten wir Halt an den Bourke’s Luck Potholes. Bis zu sechs Meter tief sind die von Wasser und Erosion geformten Gumpen. Sie liegen genau am Zusammenfluss von Blyde und Treur, den Flüssen “Freude” und “Trauer”, wie sie von den Voortrekker genannt wurden. Hier an dieser Stelle vereinen sie sich zum Blyde River.

Die Potholes haben ihren Namen von dem Prospektor Bourke erhalten, dessen Farm hier am Fluss lag. Glaubt man der Geschichte, so soll er hier Gold gefunden haben .......

Rondavels Wir aber suchen kein Gold, sondern fahren weiter. Unermüdlich steigt die Straße auf mehr als 1.500 Meter an, deutlich mehr als der Brenner Pass. Unter uns liegt der Blyde River Canyon. 32 km lang, hat sich der Fluss über Jahrmillionen eine 1.300 Meter tiefe Schlucht gegraben. 1840 durch Voortrekker entdeckt, ist der Canyon heute ein touristisches Highlight.

Überall lauern Fotomotive, so wie hier die Three Rondavels, bestehend aus 3 markanten Felsformationen, die stark den Rundhütten ähneln.

Bananen

Auf dem Weg zurück zu Böhm’s Zederberg kommen wir an großen Obstplantagen vorbei. Sicher, Bananen kennen wir. Auch wie sie wachsen? Aber kennen wir auch Bananen in Plastik?
Überall leuchteten zwischen den Bananenstauden blaue Plastiksäcke. Also, was lag näher als anzuhalten und nachzusehen?
Sollte das etwa schon die Transportverpackung nach Deutschland sein?


Endlos lang erstreckt sich rechts neben der Straße der Zaun des Krüger Nationalparks. Wir fahren auf der
R 531 Richtung Abel Erasmus Pass, zweigen dann auf die R 532 über Orpen zum Manyeleti Game Reserve. Manyeleti bedeutet, "The Place of the Stars" in der lokalen Shangaan Sprache.
Dieser privaten Park am Rand des Krüger NP bieten viel Komfort und etwas, das man im staatliche Park nicht darf: “Fußsafaris”.

Sieben Kilometer vom Manyeleti Gate entfernt liegt die Honeyguide Lodge, ein Tented Safari Camp, ein Zeltcamp also.

Honeyguide Lodge Honeyguide Lodge

Sieht doch recht gemütlich aus, nicht wahr? Und für genügend Frischwasser ist auch gesorgt.

Honeyguide Lodge Honeyguide Lodge

Immer gibt es duftenden Kaffee. Na ja, das braucht man auch ab und zu ...

Honeyguide Lodge
Auf Holzplattformen stehen die Zelte des Camps. Ausgestattet mit je zwei Feldbetten. Auf der Terrasse davor gab es natürlich Tisch und Stühle zum Relaxen.

Diskret hinter jedem Zelt - abgeschirmt von Grasmatten - befindet sich das Badezimmer. Auf Dusche und WC brauchen wir also nicht zu verzichten.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Ständig frischer Kaffee und ein gutes Essen nach der Pirsch hält nun mal Leib und Seele zusammen.
 
Gemütlich ist es schon in unserer kleinen Gruppe. Noch ein Ehepaar aus Paris verbrachte einige Tage mit uns zusammen im Honeyguide Camp.


Tiere ?!?!?

Ja, natürlich sehen wir auf unser Pirsch auch Tiere: Elefanten, Antilopen, Impalas. Selbst Löwen und zwei Nashörner kreuzen unseren Weg. Wir sind ganz aus dem Häuschen beim Anblick der Tiere, die da so - ungeschützt ohne Autowände - direkt an uns vorbeilaufen. Wahrscheinlich aber sind wir so uninteressant für sie, dass sie uns fast keines Blickes würdigen. Wir aber sind begeistert von Ihnen, dass wir (fast) das Fotografieren vergessen.

Bei der “Redaktionssitzung” zu diesem Bericht haben Hubert und ich dann beschlossen, die wilden Tiere erst im Botswana-Bericht unserer Reiseerinnerungen “frei” durchs Internet laufen/surfen zu lassen. Hier in der Honeyguide Lodge sollen einfach nur die Campbilder für sich sprechen .....

Die Tage vergehen wie im Flug. Für uns heißt es: Weiter Richtung Natal fahren in die Südlichen Drakensberge.



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