Sri Lanka - Unawatuna

15.02.04 – Wir verlassen den Yala Nationalpark und fahren die Küste entlang Richtung Unawatuna. Dort liegen vier Tage Strandurlaub vor uns. Einen ersten Eindruck vom Indischen Ozean bekommen wir bereits vom Auto aus, denn die A2 führt direkt am Meer entlang.

Wir haben Zeit und deshalb heißt es … Stopp!

curd Was ist in diesen Tontöpfen? Bislang haben wir solche Gefäße auf unserer Reise nicht gesehen. Es ist Curd (Büffeljoghurt).

Hier in der Gegend wird das Milchprodukt überall angeboten. Der Grund ist ein nahe gelegener Tempel, den die Leute immer dann besuchen, wenn sie für etwas Schutz und Hilfe erbitten möchten, z.B.: ein neues Auto. Darum geht die erste Reise mit dem neuen Gefährt hierher.

Curd ist dann das, was es zum Frühstück, oder Mittag, oder Abendessen gibt. Meist mit sehr süßem Kitul (Palmsirup) übergossen. Wir werden Curd auf dieser Reise nur einmal essen. Und zwar – später – bei Nimal im Hotel zum Geburtstag seiner Tochter. Doch davon an anderer Stelle auf dieser Seite mehr.

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ochsentaxiWeiter geht die Fahrt. Unterwegs schauen wir uns die Holzäpfel an. Zur Erinnerung: wir haben den Saft als Begrüßungsdrink in der Yala Village Lodge bekommen (dort ist auch ein Bild der Frucht).

Wir erreichen Matara. Obwohl die Stadt gut 45.000 Einwohner hat, wirkt sie an manchen Stellen wie „in der guten alten Zeit“. Na ja, jedenfalls hat es so den Anschein, wenn ein Ochsentaxi vorbei fährt.

Früher hatten viele wohlhabende Familie solche Karren, die reich geschmückt als Transportmittel dienten. Heute findet man sie nur noch selten. Einige Familien lassen damit ihre Kinder zur Schule bringen.

koggalaKoggala - ein kleiner Ort vor Unawatuna. Koggala hat die größte Lagune der Insel. Und eine weitere Besonderheit: die Stelzenfischer. Wie Pelikane sitzen die Männer stundenlang auf fünf bis sechs Meter hohen Stangen im Meer und fischen. Die „Sitzplätze“ wurden früher innerhalb der Familie vom Vater auf den Sohn vererbt. Doch heute ist diese traditionelle Fischfangart mit Angel und Krabben als Köder unrentabel gegenüber den Motorbooten. So ist das Sitzen auf den Stelzen ein guter Nebenverdienst der Fischer geworden: Sie tun dies heute nur noch als "Modell". Während sie auf den Stangen sitzen, kassiert ein anderer am Ufer für jeden „Kameraklick“.

Koggala hat aber noch etwas anderes zu bieten. So findet man hier viele kleine Werkstätten, in denen Frauen hübsche Klöppelarbeiten fertigen. Nun liegt auch eine solche Decke bei uns zu Hause und die Frauen lächelten uns an beim kostenlosen „Kameraklick“.

koggala koggala

12:00 Uhr – Ankunft in Unawatuna. Ankunft im Beach Hotel Cormaran. Ankunft im Hotel von Nimal L. Geeganage. Unawatuna ist ein kleines Dorf, das sich eigentlich nur rechts und links der A2 erstreckt und das direkt am Strand entlang.

Tharindu und Thanwa, die beiden jungen Damen am Empfang, lächeln uns an. Uns oder den Chef? Nein, Spaß beiseite, sie lächeln natürlich uns alle an. Schnell haben wir unser Zimmer bezogen, die Sachen ausgepackt und uns erst einmal am Begrüßungskorb voll Obst bedient. Es ist heiß, sodass ein Mittagessen für uns nicht infrage kommt. Da ist das frische Obst schon besser.

unawatuna Am Nachmittag erkunden wir erst einmal den Strand. Sicher gibt es viele schöne Strände auf Sri Lanka, aber dieser hier in Unawatuna hat schon was. Außerdem ist es hier nicht so überlaufen wie z.B. in Hikkaduwa. Es sind auch Individualisten und Einzelreisende, die hier hergekommen sind, denn große Hotels gibt es nicht im Ort.

Wir haben ein Ziel: den Banana Garden. Schon in Deutschland bekamen wir diesen Geheimtipp. Das Beachrestaurant ist wirklich sehr nett; es gibt auch einige Zimmer hier. Wir jedenfalls haben unser „Strandlager“ hier aufgeschlagen. Hat auch was für sich, denn ein kühles Bier unter Palmen schmeckt ebenso gut wie frischer Zitronensaft oder ein heißer Espresso (er ist hier wirklich gut).

unawatuna In den einschlägigen Reiseführern wird häufig vor fliegenden Händlern am Strand gewarnt. Sie seien aufdringlich usw.

Wir können das für uns (und Unawatuna) nicht behaupten. Zwar findet sich jeden Tag die „Boutique Banana“ hier ein, aber die ist nicht störend.

Was das ist? Ich habe sie so genannt, die Frauen, die hier ihre selbst genähte Strandkleidung verkaufen. Aufdringlich sind sie nicht; wir haben nett miteinander geklönt.

Mit derlei Kurzweil vergeht der Tag. Abends hat uns Nimal ein besonderes Essen versprochen. Und das ist der Fisch dann auch, den wir auf der Terrasse des Comaran Hotels genießen.

Morgens ist es noch nicht allzu heiß, und wir machen meist einen Bummel durch Unawatuna. D.h., einmal die Straße rauf und dann wieder runter.

Aber für den restlichen Tag ist relaxen angesagt. Keine Zeitung! Kein Fernseher! Einfach nur Ruhe. Was zu Hause in Deutschland geschieht, erfahren wir nicht. Doch es holen uns selbst hier die Geschehnisse ein: und zwar in Gestalt eines jungen Mannes. Er kommt aus Düsseldorf und dort ist heute Aschermittwoch.

unawatuna Stimmt! Es ist der 18.02.04 und da trauert der Rheinländer heute dem Karneval nach.

Der junge Mann aber hat auch die Sonne in Sri Lanka vorgezogen und hier im kleinen Strandhotel ein Zimmer gemietet. Ob das der Wachhund wohl selbst vermietet hat?

Auch für Nimal und seine Familie ist der 18. Februar ein Feiertag. Erst einmal hat seine Tochter Shyamen Geburtstag, sie wird 21 Jahre, und wir werden heute Abend feiern: mit Rice & Curry.

Ebenfalls wurde das Beach Hotel Cormaran heute vor sieben Jahren eröffnet.

Wir fragen Nimal, woher der Name kommt. Antwort: Nimal hatte einen Freund, der Taucher war. Sie nannten ihn nach dem Tauchvogel. Und in Erinnerung an diesen Freund hat Nimal sein Hotel nach ihm benannt.

Koggala See Am späten Nachmittag fahren wir aber erst einmal mit Nimal zurück nach Koggala. Er verspricht uns eine tolle Katamaranfahrt auf den Koggala See. Bis zu 5 m tief ist dieser Binnensee, an deren Ufern Mangroven Schutz für vielerlei Vögel bieten. Hier sickert Meerwasser ein, so dass der See salzig wird.

Koggala See Auf der Mönchsinsel im See, auf der in einem kleinen Tempel einige Mönche leben, gibt es auch Weißkopfseeadler.

Fast wäre dieses Paradies zerstört worden, denn in Koggala hat sich die Textilindustrie mit vielen ausländischen Firmen angesiedelt. Doch rechtzeitig wurde das Problem erkannt, und die Natur scheint gewonnen zu haben.

Mit von der Partie ist noch Chamath, Nimals jüngster 11jähriger Sohn. Er freut sich immer, wenn er mit Papa eine Tour machen kann, denn der ist selten zu Hause und mehr mit Gästen aus aller Welt auf Reisen.

nimal Ebenfalls zur Familie von Nimal  und seiner Frau Ira gehören noch die Söhne Harshana und Ranuka. Und mit allen zusammen feiern wir nun die Geburtstage.

Das – wie gesagt – an unserem letzten Abend in Unawatuna. Morgen geht es dann nach Wadduwa.

Heute ist der 19.02.04 - 15 Tage Rundreise und 4 Tage in Unawatuna liegen nun hinter uns. Wir haben viel erlebt und alles, was wir uns vorgestellt haben, hat geklappt.
Nun fahren wir in das 85 km entfernte Wadduwa. Dort ist Ausspannen angesagt im Siddhalepa Resort.


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