Sri Lanka - Sigiriya

01.02.04, 09:25 Uhr – Unsere Maschine der Fluggesellschaft Emirates setzt pünktlich zur Landung auf dem Internationalen Airport in Colombo, Sri Lanka an.

Passkontrolle und Gepäckausgabe schlagen mit einer halben Stunde zu Buche. Das ist ok und alles im Zeitrahmen. Der Urlaub kann beginnen.

01.02.04, kurz nach 10:00 Uhr – Wir schieben einen Trolley mit unserem Gepäck Richtung Empfangshalle. Viele Passagiere werden hier von Guides, Reiseagenturen, Hotels und Freunden erwartet.

Auch wir finden unseren Gastgeber schnell in der Menge: Nimal. Schnell ist das Eis gebrochen. Wir verstehen uns gut. Nun heißt es aber erst: Raus aus dem Airport und hin zum Auto.  

Das hier auf Sri Lanka das Handy zum unbedingt nötigen Gebrauchsgegenstand im Geschäftsalltag gehört, wird sofort klar: Nimal ruft Dicosta!

Dicosta ist sein Fahrer und – das sei an dieser Stelle schon einmal gesagt –  ein ausgesprochen guter seines Fachs. Er hat und perfekt durch die Insel kutschiert. Der Nissan mit Klimaanlage ist noch recht neu. Freundlich lächelnd begrüßt uns auch Dicosta und wir verstauen schnell unser Gepäck im Kofferraum. Schnell, den jede Menge anderer Autos warten schon, um Gäste mit Koffern, Taschen und sonstigen Dingen aufzunehmen.

tankenDie Straßen der Insel – zumindest die großen Überlandstraßen – sind gut ausgebaut.
Links wird gefahren!
Und natürlich muss man - wenn man viel fährt - auch ab und zu tanken.
Unser Nissan braucht Super und das kostet 55,40 Rps. Für uns sicher nicht viel, aber für die Verhältnisse hier in Sri Lanka schon eine Menge.

Nimal stellt sich vor. Seine Insel ist ihm wichtig. Nicht nur die Strände, sondern auch das Innere, die Königsstädte und das Bergland. Wir werden eine schöne Zeit auf der Rundreise haben, denn wir haben dafür fast drei Wochen eingeplant. Die meisten Reiseveranstalter bieten Pauschaltouren von sieben bis max. 12 Tagen an. Da wird vieles im Schnelldurchgang absolviert.

Wir haben Glück. Nicht nur, was die Länge unserer Rundreise anbelangt. Auch, was den Reiseführer anbelangt. Nimal, unser Gastgeber in Sri Lanka, hat aufgrund seines Studiums viel Wissen über die Kultur der Insel und die asiatischen Religionen. So erfahren wir Interessantes aus erster Hand.

cashewUnser erstes Ziel ist Sigiriya. Drei Tage werden wir im Sigiriya Village Hotel übernachten und von hier aus die Königsstädte Anuradhapura und Polonaruwa besuchen. Aukana steht ebenso auf dem Programm wie Dambulla und – natürlich – der Felsen von Sigiriya.

Doch erst einmal lassen wir die Landschaft auf uns wirken, bis wir gegen 01:00 Uhr einen Stopp einlegen. Nicht nur die Uhr im gemütlichen Gartenrestaurant lädt zur Rast ein, auch der Magen meldet sich. Doch bei der Hitze – an die wir uns nun gewöhnen müssen – greifen wir lieber auf reichhaltige Flüssigkeitszufuhr zurück.

Die Strecke vom Airport nach Sigiriya beträgt 183 km. Unterwegs fahren wir durch kleine Dörfer und vorbei an landwirtschaftlich genutzte Flächen wie Mango- und Cashewnussbäume.

Gegen 14:00 Uhr erreichen wir Sigiriya. Das Sigiriya Village Hotel liegt außerhalb des Ortes und man hat von hier aus schon mal einen ersten Blick auf den Felsen. Bald werden auch wir – in den frühen Morgenstunden – die Stufen auf das Hochplateau in rund 200 m Höhe hinaufsteigen.

Wir richten uns ein im Bungalow Nr. 143. Die Anlage besteht aus kleinen Reihenbungalows, umgeben von einen parkähnlichen Garten. Affen sausen durch die Bäume, Vögel zwitschern im Geäst, sowie Enten und Schildkröten tummeln sich im kleinen Teich vor dem Haupthaus. So können wir uns vom langen Flug ausruhen.

Abends – nach dem Dinner mit tollen Büfett – klönen wir mit Nimal und planen den morgigen Tag. Es soll nach Anuradhapura gehen.

02.02.04 - Auch dieser zweite Tag in Sri Lanka mit dem Besuch der ersten Königsstadt Anuradhapura endet mit einem ausgefallenen Büfett und einem gemütlichen Abend, der allerdings recht früh vorüber ist. Morgen ist die Nacht schnell vorbei.

sigiriyasigiriya03.02.04 - Noch vor dem Sonnenaufgang klopft es an der Tür. Der Boy bringt uns einen heißen Tee. Mehr gibt es jetzt nicht, denn wir wollen um 06:30 Uhr am Eingang zum „Löwenfelsen“ sein.

Erst ganz langsam wird es hell. Wir aber sind deshalb so zeitig hier, weil dann noch keine weiteren Besucher angereist sind. So finden wir genug Ruhe und Besinnlichkeit auf dem Weg nach oben. Nimal hat viel zu erzählen, und wir können alles auf uns wirken lassen.

loewenfelsenSo, nun reicht es mit den Stufen ....., oder?

Zuerst soll es aber ganz nach oben gehen. D.h., bis zum Löwentor ist in etwa 2/3 der Strecke bewältigt.

Nun führt nur noch eine Eisentreppe zwischen den großen Löwentatzen (oder das, was die Künstler damals dafür hielten) hinauf auf das Hochplateau.

Langsam kommt auch die Sonne hoch. Leicht diesig ist der Blick ins Tal. Doch allmählich schafft die Sonne sich durchzusetzen und der Garten zu Füßen des Felsens liegt strahlend unter uns. Dort also sind wir hergekommen.

sigiriya sigiriyaViele Gebäude aus der Zeit des 5. Jh. n. Chr. sind in mühevoller Arbeit hier oben errichtet worden. Die Steine sind nicht von hier. Man hat das Material dafür von unten herauf geschafft. Der eigentliche Palast war riesig und das angrenzende Schwimmbad sowie die übrigen Gebäude lassen darauf schließen, dass König Kassyapa I. genügend Platz für sich hatte und auch Räumlichkeiten für ein größeres Heer zur Verteidigung seines Reiches.

Allmählich kommen mehr Besucher an und es ist vorbei mit der Ruhe. Wir haben genug Zeit für uns gehabt und steigen wieder auf halbe Höhe herunter. Dort teilt sich der Weg.

Nach der Spiegelgalerie, die eingeritzte Inschriften aus dem 7. bis 12. Jh. trägt, geht es entweder zurück zum Ausgang oder – rechts herum – eine eiserne Hängebrücke entlang und dann wieder eine Wendeltreppe hinauf zu einer offenen Felsenhöhle.

wolkenmedchen Die Wände bergen ein besonderes Highlight: die weltberühmten Wolkenmädchen. In vielen Ockertönen strahlen heute noch 19 von einstmals rund 500 Bildnisse von der Wand.

Diese auf Alabastergrund gemalten Mädchenbilder sind ungefähr 485 n. Chr. entstanden.

Wer sie sind, ist auch heute noch ein kleines Geheimnis: Sind es Hofdamen?

Sind es Nymphen oder himmlische Wesen?

Uns ist es eigentlich egal. Wir sind begeistert von den Bildern, die eigentlich erst beim Betrachten zu Hause voll zur Geltung kommen, denn vor Ort war - und das ist verständlich - das Gedränge groß. Jeder Besucher will so nahe wie möglich an diese Wolkenmädchen heran.

wolkenmaedchen wolkenmaedchen

nimal Nun heißt es auch für uns: runter! Denn langsam stellt sich Hunger ein. Wir wollen zum Frühstück. Das haben wir uns nämlich verdient. Hubert und ich freuen uns auf ein Omelett; Nimal bevorzugt eher Rice & Curry.

Und weil man bekanntlich in Sri Lanka mit den Finger isst (nur wir Ausländer bevorzugen Messer und Gabel), braucht Nimal hinterher immer Wasser zum Händewaschen ...

Gut gestärkt, machen wir uns dann auf die Fahrt nach Polonaruwa. Eine weitere Kulturstätte – die zweite Königsstadt der Insel. Und danach machen wir einen Ausritt mit einer „ES“ (Elefantenstärke). Auf dem Rücken von Kandula geht es gemütlich schwankend um und durch den See in Habarana. Die Bilder zeigen, dass es Spaß gemacht hat .....

Die ersten drei Nächte sind vorüber, und wir checken aus im Sigirya Village Hotel.

Eigentlich hatten wir im Vorfeld unserer Reise jetzt drei Tage an der Ostküste in Trincomalee geplant. Aber wir sind keine geborenen Wasserratten und bevorzugen doch lieber Berge, Hochland, Teeplantagen, Natur und, und und.

Und, obwohl zur Zeit mehrere Feiertage auf Sri Lanka sind und die Menschen durch ein, zwei Tage Urlaub fast 10 Tage Freizeit machen, hat Nimal es geschafft umzuplanen. Toll!

Wir haben uns nun entschieden, zwei Tage ins Hochland zu fahren und den dritten Tag nach Colombo zur Perahera zu reisen. Dieses Fest findet am 08.02.04 statt, und wir haben uns dazu im Grand Oriental Hotel einquartiert.

Wer aber unseren Reiseverlauf folgen möchte, kommt jetzt mit nach Wasgomuwa.



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