Sizilien - Sicilia

Castelmola

Taormina lebt nicht nur von den Touristen, sondern produziert auch etwas (Leckeres!): Vino di Mandorla (Mandelwein). Der schmeckt besonders gut – so sagt man – in Castelmola, einer kleinen Gemeinde hoch über der Stadt.

Eins sei an dieser Stelle schon einmal gesagt:  Ich persönlich finde den Mandelwein „einfach nur süß“.

castelmolaCastelmola ist entweder auf einer kurvigen schmalen und 5 km langen Bergstraße zu erreichen oder einen Fußweg, der teils über Stufen, teils in Kurven die gut 500 Höhenmeter überbrückt.

castelmolaOb Winston Churchill einst zu Fuß hinaufgegangen oder gefahren ist, kann ich nicht sagen, aber er liebte den Ausblick von oben auf die Küste.
Wir jedenfalls haben die Bergstraße genommen und sind immer vorbei an solch befestigten Felswänden gefahren.

Castelmola leitet seinen Namen von dem Wort „mola“ ab, was man mit „Mühlstein“ übersetzen kann. Und wie ein Mühlstein sieht der Felsen auf, auf dem die normannische Burg steht, um die der Ort gewachsen ist.

Bereits fast 300 Jahre v.Chr. gab es an dieser Stelle bereits Ortschaften.

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castelmola Um 1078 begannen die Normannen mit dem Bau der Burg. Es folgte danach die Herrschaft der Aragonier. Sizilianer ergriffen die Macht und später folgte die Eingliederung ins Königreich Italien.

Heute leben die rund 1000 Einwohner auf ihrem 529 m hohen Hügel über Taormina von der Landwirtschaft, Obstgärten mit Zitronen, Oliven und Kaktusfeigen, vom Wein und Stickereien. Besonders gut aber vom Tourismus, denn täglich kommen Besucher aus der Stadt hinauf, die von hier oben die Aussicht über das Meer genießen und natürlich den Vino di Mandorla, den Mandelwein, von dem man behauptet, dass er hier in Castelmola „erfunden“ wurde.

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Also: Trinken wir ein Glas und bummeln – virtuell (!) – durch die Gassen des Ortes und blicken auf Beschauliches, Gemütliches, Dörfliches & auch auf etwas Frivoles !!!


Wie das Bild zeigt, sind die Gassen von Castelmola sehr schmal oder bestehen aus Treppen, dass kein Auto hindurch fahren kann.


Sieht es nicht urig aus? Dieses Restaurant (li.) ist nicht nur von außen außergewöhnlich, sondern auch von innen, wie die beiden unteren Bilder zeigen. Jede der Etagen ist rustikal und voll von Kuriositäten eingerichtet. Wie kurios - und auch frivol (!) - zeigt eines dieser Bilder ...

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Wir sind in dem Restaurant ganz nach oben auf die Dachterrasse gegangen und hatten von dort aus einen weiten Blick über die Insel und die Küste entlang. Das Bild ganz oben auf dieser Seite zeigt es.

Aber auch der Blick nach unten auf den Platz mit der schwarz-weißen Pflasterung ist super.

Es ist gerade kurz vor zwei Uhr ...

Diese Uhr gehört zur Chiesa San Nicolo di Bari, erbaut im 16. Jahrhundert und 1934 restauriert.

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Ebenfalls auf dem Kirchplatz warten diese bunten Tische und Stühle auf Gäste, die kommen am Abend gerne aus Taormina hier hinauf in das Dorf auf dem Felsen.

Wir trinken gemütlich noch einen Espresso und - natürlich (!) - einen Mandelwein. Dann geht's zurück nach Calatabiano.


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