Simbabwe - Victoria Falls

Von der Illala Lodge aus führt eine Straße direkt zu den Vic falls. Wir nehmen ein Taxi und je näher wir  kommen, desto mehr donnert uns das herabstürzende Wasser entgegen .

Livingston Gleich zu Beginn des Wanderweges an der Abbruchkante entlang steht das Denkmal von David Livingstone. Er war der erste Europäer, der am 16. 11.1855 - geführt von den Kololos - hierher an diesen wasserreichen Ort kam. Gezeichnet von vielen Krankheiten muss er ihm tatsächlich wie ein Paradies vorgekommen sein, so, wie ihn nur Engel im Fluge hätten sehen können. Die Kololos nannten den Wasserfall wegen der Sprühnebel "Mosi-oa-Tunya" - "Rauch, der donnert". Diese Nebelschwaden steigen bis zu 300 m hoch und sind noch in einer Entfernung von 30 km zu sehen. Von der UNESCO wurden die Vic Falls 1989 zum Weltnaturerbe erklärt.

Livingstone aber sah die Wasserkaskaden nur von der Erde aus. Heute ist der Flight of Angels für viele Touristen ein besonderes Erlebnis, wenn die Maschinen waghalsig über die Klippen fliegen. Die bis zu 110 m abfallende Felswand ist 1708 m lang und damit der breiteste zusammenhängendeWasserfall der Welt.

Wir stehen einfach nur da und bestaunen diese Wasserfälle. Auf einer Länge von 1.700 Metern fallen sie bis zu 108 Meter tief in die Schlucht. Nur in den regenreichen Monaten April bis Juni kann man eine zusammenhängende Wasserfront sehen. Als wir im Dezember dort waren, zeigten sich uns 5 einzelne Katarakte, die so geheimnisvolle Namen - wie Devil’s Cataract, Rainbow Falls, Main - und Eastern Cataract haben.

Victoria Falls Victoria Falls

Ständig waren wir von feinem Wassernebel umgeben; die Gischt steigt bis zu 500 Meter wie eine Wolke an der Abbruchkante empor. Zu Zeiten der Hochflut fallen 750 Millionen Liter Wasser in die Tiefe. Eine fast konstante Luftfeuchtigkeit von 95% lässt so manche Kamera ihren Geist aufgeben.

Deshalb ist die die Fälle umgebende Vegetation tropisch. Wie mitten im Regenwald fühlten wir uns beim Durchwandern der vielen verschlungenen Wege. Mit Flechten behangen stehen überall große Bäume. Ständig tropft es aus dem Blätterdach auf uns herunter. Und überall blüht und grünt es wie im tiefsten Dschungel. Wie richtige rote Farbkleckse leuchten die Blutblumen (Haemanthus sanguineus - u.re.).

Weg WasserfallEbenso muss es auch David Livingstone bereits Mitte des 18. Jh. empfunden haben, als er - den Sambesi folgend - bei den Victoria Fällen ankam. Damals zeichnete er die Fälle und notierte, dass die Landzungen in den Flusswindungen von Bäumen bedeckt seien. 

Buchtipp Na, gespannt, was Livingstone noch so alles erlebt hat? Ich habe es z.B. in diesem Buch gelesen.

Bäume, wie z.B. der “Big Tree”, ein gewaltiger Baobab Baum mit einem Umfang von über 20 Metern. Mehr als doppelt so hoch überragt er die Landschaft.

Der Afrikanische Affenbrotbaum ist – zumindest für mich – der schönste afrikanische Bäume. Überall wo ich durch die Länder reise, habe ich die Kamera „im Anschlag“, wenn ich einem solch stattlichen Exemplar begegne. Das Verbreitungsgebiet liegt südlich der Sahara.

Baobab Der Baobab (von arabisch: bu-hubub) hat einen relativ kurzen aber extrem umfangreichen Stamm.

Die Krone ist ebenfalls recht kräftig, hat aber sehr unförmige Äste und Zweige. Weil sie so eigenartig aussieht, hält sich die Legende, dass einst ein Teufel den Baum umgekehrt in die Erde gesteckt hat.

Der Stamm hat tiefe Furchen und die Rinde ist teilweise bis zu fünf cm dick. Das Innere der Rinde ist allerdings sehr faserig.

Das Wurzelwerk erstreckt sich noch weiter als die Krone.

Ist der Baum jung (bis 15 Jahre), ist sein Umfang nicht sehr auffällig. Mit ungefähr 60 Jahren ist der Stamm eher kegelförmig ausgewachsen. Je älter er nun wird, desto „umfangreicher“ wird er. Ein Baobab kann hunderte von Jahren alt werden. 

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BrückeDer Wald lichtet sich und vor uns liegt die Vic Fall Brigde. Nicht irgendeine, sondern eine Stahlbrücke, die - den Sambesi überspannend - Simbabwe mit Sambia verbindet.

Plötzlich ein Aufschrei (oder Angstschrei??). Wagemutige stürzen sich bungee-jumpend von oben herab. Ein Adrenalinstoß direkt an der Grenze zweier Staaten. Mit 111 m ist dies die zweithöchste Bungee-Absprungplattform der Welt.

Am östlichen Ende der Vic falls gibt dann der Danger Point den Blick in die Schlucht frei. Tief unter uns hat sich der herabstürzende Sambesi einen Weg durch den Fels gebahnt und sucht - teils ruhig, teils ungebändigt - weiter seinen Weg durch den Kariba-Stausee bis zur Mündung im Indischen Ozean. Aber auch hier Abenteuersuchende. Der besondere Kick: 23 Flusskilometer und 13 Stromschnellen berauschen so manches Wildwasser-Rafting-Herz.
Froh gelaunt, aber teilweise mit Schrammen und Pflastern übersehen, trafen wir die Wagemutigen abends wieder im Hotel oder beim Sundowner auf dem ruhigeren Teil des Sambesi.


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