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Leckeres aus Kräutern & Co.

Süßdolde – auch Myrrhenkerbel genannt

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Die Süßdolde (Myrrhis odorata, syn. Scandix odorata) ist verwandt mit dem einjährigen Kerbel und stammt aus Mitteleuropa (Alpen) und man findet sie bis zum Kaukasus wild.

Die Samen sind das Beste an der Pflanze, solange sie noch grün sind. Sie schmecken dann gut im Müsli oder Obstsalat. Ein Lakritzengeschmack kommt durch.

Bei Verwendung der Süßdolge kann man die Zuckermenge stark reduzieren. Sie ist nicht wirklich süß, sondern nimmt dem Obst die vorhandene Säure.

Auch die Blätter der bis zu 2 m hohen Pflanze sind essbar; sie haben ebenfalls einen anisähnlichen Geschmack.

Die gekochten Wurzeln sind lecker in einerMarinade zum Salat.

Die braunen Samen sind zum Würzen geeignet.

Im Tee kommt der Anisgeschmack durch.

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Fisch kann in vielen Varianten mit der Süßdolge gewürzt werden; man kann die Blätter dazu verwenden sowie auch die Samen.

Die Süßdolde wird gerne von Schmetterlingen, Bienen und Hummeln besucht und gilt in der der Volksheilkunde als Blutreinigungs- und Hustenmittel.

Das Kraut kann eine Höhe von 70 bis 200 cm erreichen und wenn es erst einmal „seinen Platz“ im Garten gefunden hat, breitet es sich auch aus.

Das Blatt ist farnähnlich und die weißen Dolden werden zu 2-3 cm großen Samen. Sind sie noch grün, können sie frisch gegessen werden. Im Sommer nehmen die Samen braune Farbe an.

Ich habe meine Süßdolde im Kräutergarten vom Hof MilleFlori gekauft; Patricia und Mario Mordaß haben in ihrem Kräutershop viele seltene Kräuter im Angebot.
Auf den beiden folgenden Bildern sieht man die Süßdolde im sehr frühen Stadium.

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