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Portugal - Resümee der Reise

Sicher, eine Aussage über ein Land – wenn man es zudem auch „nur“ im Urlaub besucht hat – ist immer etwas schwierig und dazu auch den ganz persönlichen Eindrücken, Empfindungen und Vorstellungen dessen unterworfen, der ein Resümee schreibt. Doch ich möchte auf dieser Seite unsere Erfahrungen schildern, die wir von der Planung und Vorbereitung über die Buchungsaktivitäten bis hin zu den Urlaubserlebnissen gemacht haben.

Vier Wochen Urlaub sind eine gute – und sicher ausreichende – Zeit, um von den Dingen den täglichen Lebens Abstand zu bekommen.

Vier Wochen reichen natürlich bei Weitem nicht aus, um ein Land wie Portugal vom Süden bis in den Norden zu erkunden. Man muss da schon gehörige Prioritäten setzen, was die Orte anbelangt, die man besuchen möchte.


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Für uns war der Oktober (unser Reisemonat) klimatisch gesehen ein guter Monat. Man kann Portugal zwar ganzjährig bereisen, aber die Sommermonate sind ausgesprochen heiß zur Stadtbesichtigung und die Wintermonate schon mal reichlich kühl.

Wir hatten durchschnittliche Temperaturen

punkt  an der Algarve von 26 bis 28 Grad, Sonne, und mal einen kleinen Regenschauer gegen morgen, also noch gutes Badewetter (wer möchte);

punkt  um Lissabon herum von rund 24 bis 26 Grad. Es war sonnig und angenehm für die Stadt. Im Landesinneren hatten wir am früheren Vormittag schon mal leicht diesiges Wetter, was allerdings bald der Sonne wich;

punkt  im Norden von 22 Grad. Die Nähe der Berge wirkt sich auf die Temperaturen leicht spätsommerlich aus. Leichter Wind und „Bergklima“ ist natürlich. Gegen Ende Oktober – und damit zum Ende unseres Urlaubs hin – hatten wir drei Nächte starke Gewitter, verbunden mit Sturmböen und Regenschauern. Die darauffolgenden Tage waren sehr „durchwachsen“ (von Regen bis Sonne).

Man sollte sich also darauf einstellen, dass der Oktober schon mal etwas unbeständiger sein kann.

Da Oktober aber keine Hauptreisezeit ist, war das Land nicht überlaufen. Es war ruhig und wir konnten Portugal genießen. Je mehr wir vom Süden in den Norden fuhren, umso weniger Touristen waren zu verspüren. Natürlich sind die Städte Lissabon und Porto ausgenommen, die eigentlich immer Saison haben (Kurzreisen).

Der noch nicht so starke Tourismus im Norden lässt das Land dort noch etwas urtümlicher erscheinen als an der Algarve, wo es ebensolche Touristenhochburgen – und damit zusammenhängende Fehler – gibt wie an den Stränden Spaniens oder anderer Reiseländer.

Englisch ist als Sprache kein Problem.

Je mehr wir aber im Süden ins Hinterland gefahren sind (so ins Alentejo), so wurde das Leben bäuerlicher, landestypischer. Die kleinen Dörfer haben ihren eigenen Charme behalten.


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Planung und Vorbereitung

Wir haben im Vorfeld viel gelesen und das Internet nach Informationen durchgesucht. So stand schnell fest, dass wir

punkt  ... einen Gabelflug wollten (Hinflug nach Faro, Rückflug ab Porto). Da war das Angebot von Air Berlin lukrativ. Doch die zweigeteilten Flüge jeweils mit Umsteigen in Palma de Mallorca waren immer mit Zeitverzögerungen behaftet. Wir würden sicher – auch wenn es teurer wird – kein zweites Mal diese Flugvariante wählen, sondern eher Direktflüge buchen;

punkt  ... die Variante mit den Ferienhäusern (mit Selbstversorgung) immer wieder wählen werden. Wir waren ungebunden und konnten die Tage frei verplanen wie wir wollten;

punkt  ... das Land mit dem Mietwagen bereisen. Zwar haben wir in Lissabon und Porto auf Schnellbus und Taxi zurück gegriffen, aber das Auto machte uns unabhängig (siehe allerdings „Straße und Verkehr“).

Eine Reisebuchung (auch ganz individuell) ist über das Internet jederzeit möglich und einfach abzuhandeln.

Portugal ist ein individuell zu bereisendes Land; wir würden es nie als organisierte Reise buchen.


buttonStraßen und Verkehr

Obwohl – wie oft gesagt wird – die Portugiesen etwas „raubeinig“ Auto fahren, sind wir sehr gut klar gekommen und es gab keine Probleme. Besonders positiv für uns als Fremde empfanden wir die vielen Kreisverkehre, die sich gut fahren lassen und wo man schon mal „einmal mehr“ um den Kreisel fahren konnte, weil man die richtige Richtung erst zu spät ausgemacht hatte ...

Gewöhnungsbedürftig war für uns die Ausschilderung, bei der ständig die Ortsnamen der Straßenziele wechselten. Da musste man schon gut die geografischen Gegebenheiten kennen.

Und wenn wir uns dann (mal wieder!) in einer Stadt verfahren hatten, gab es immer wieder sehr schnell PortugiesInnen, die halfen. Teilweise erhielten wir gute Streckenerklärungen in englischer und auch deutscher Sprache; teilweise sind die Menschen mit eigenem Auto vorweg gefahren. Das war sehr hilfsbereit, wie wir finden.

Allerdings muss ich an dieser Stelle auf ein sehr unangenehmes Thema eingehen: die Autobahnmaut! Die Vorschriften sind sehr gewöhnungsbedürftig und eine Erklärung – zumindest auch in englisch – gab es nicht. So hat uns eine verpasste Autobahnauffahrt schon mal 46,50 Euro gekostet. Wir hatten nämlich in Leira (dort endet eine mautpflichtige Strecke) die Straße verlassen und die Auffahrt auf die nächste Mautstrecke verpasst. Wir sind weiter auf der Landstraße bis zur nächsten Auffahrt gefahren, habe da aber Probleme beim Ticket lösen in der Weise gehabt (gesperrte Durchfahrt; kein Personal). Also sind wir ohne Ticket weitergefahren, da mal auch in Portugal die Autobahn nicht einfach wieder runterfahren kann. Am Ende – nämlich nach 250 km in Porto – war die junge Dame am Mautschalter sehr unfreundlich, was sich in den von ihr geforderten 46,50 Euro niederschlug. Das ist schon ein sehr eigenartiges Verhalten gegenüber Gästen des Landes.


buttonKultur und Natir

Jede Region Portugals hat ihre Reize. So haben wir in den vier Wochen überall einen Einblick bekommen. Wie gesagt: Jede Region ist auch einen eigenen Urlaub wert, um sie intensiver zu entdecken. Die Reiseführer beschreiben ausführlich alles Sehenswürdigkeiten. Wir aber haben uns immer „treiben lassen“ und dabei aus unserer Sicht mehr über die Städte und Dörfer erfahren, ihre Menschen und ihre Kultur. Nachdem wir nun im Nachhinein all unsere Urlaubsbilder anschauen, sind wir mit unserer Art zu Reisen gut zurecht gekommen. Man sollte einfach mal nur „drauflos bummeln“ und auch Straßen und Gassen durchqueren, die nicht im Stadtplan einschlägiger Reisebücher namentlich genannt sind.


buttonEssen und Trinken

Liest man vor dem Urlaub Reiseberichte, so ist dort oft von etwas sturen Bedienungen in den Restaurants zu lesen. Dies ist sicher in dem Naturell dieser Menschen zu finden. Es gab auch „Lichtblicke“ wie z.B. Silvia in Odeceixe. Ich denke, dass – wenn man es weiß – man sich darauf einstellen kann.

Portugal ist ein richtiges „Fischland“. Mein Mann, der gerne mal ein Stück Fleisch essen möchte, hat sich nach vier Wochen nun nicht mehr aus dem Meer ernähren wollen. Doch sei an dieser Stelle angemerkt, dass Fischgerichte nun mal ausgesprochen gut schmecken in Portugal. Die Küche ist typisch für dieses Land einfach aber außerordentlich lecker. Fisch wird mit frischem Gemüse ebenso kombiniert wie mit Kartoffeln und Reis. Gut, dass nicht in jedem Restaurant die Pommes auf dem Teller landen.

Bacalhao (Stockfisch) und eine Cataplana (fast ein Eintopf), sowie Arroz (Reis mit Meeresfrüchten) sind kulinarische Spezialitäten. Dazu ein guter Tropfen Rotwein; hinterher ein Port und/oder Kaffee sind ein perfektes Mahl. Und wenn man dann noch diesen Kaffee im Pasteis de Belem (Lissabon) oder im Café Majestic in Porto genießt, wird Portugal zum „Geschmackserlebnis“.


Was soll ich jetzt noch erzählen? Vielleicht der Hinweis: Einfach selbst mal nach Portugal und das Land entdecken!

Noch Fragen? Einfach unser Kontakformular benutzen!



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