Namibia - der Okavango im Caprivi


mahango Wir besuchen zweimal das Gebiet rund um Mahango. Was wir dort erlebt haben, steht etwas weiter unten auf dieser Seite.

Der 254 qkm große Park ist 950 km von Windhoek entfernt und 250 km von Rundu. Er liegt am Okavango, der auf einer Länge von 400 km die Grenze zwischen Namibia und Angola bildet, ehe er die Richtung ändert und nach Süden in den endlosen Weiten Botswanas versickert.

Am Anfang unserer Tour durch den Caprivi übernachten wir in Ndhovu Lodge und am Ende der Tour im Ngepi Camp. Wie es in den beiden Camps aussieht, zeigt ein Klick auf die Namen.

logoist von der Ndhovu Lodge sowie auch vom Ngepi Camp schnell zu erreichen. Gut, dass wir das nicht mit unserem Nissan tun müssen; ein Geländewagen ist absolut von Vorteil.

Geöffnet von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist das Schutzgebiet Heimat vieler Antilopenarten, Hippos, Zebras, Warzenschweinen und Elefanten und und und. Wer gerne Vögel beobachten möchte, kann das hier ebenfalls tun. Mehr als 400 Arten fliegen durch die Lüfte.

Der Park ist quasi zweigeteilt. Es gibt ein Gebiet links der Hauptstraße, also zum Fluss hin, das mit einem normalen PKW befahren werden kann. Mit einem Geländewagen kann man auch eine Tour durch den rechten Teil von Mahango machen. Dort ist die Vegetation dichter und die Tiere sind deshalb auch schwerer auszumachen. Aber es ist auch der - zumindest für uns - schönere Teil des Parks.

ngepi Ndhovu LodgeAuf geht's zur Pirsch mit der Kamera im Anschlag; hier ist unsere kleine Fotostory:

Vom Ngepi Camp sind wir zuerst mit dem Geländewagen durch den ausgetrockneten Uferstreifen entlang des Okavango gefahren, um dann die letzten Kilometer die C48 (D3403) bis Mahango zu nehmen.

 Von der Ndhovu Lodge aus sind wir mit Chris direkt über die Sandpiste zur C48 gefahren. Nicht, ohne vorher das Tor zur Lodge wieder hinter uns zu schließen.

Tor Nach rund 10 km ist dann das Gate vom Mahango Park erreicht.

Anmerkung:
Obwohl die C48 durch den Park direkt zur Landesgrenze nach Botswana führt, gibt es innerhalb des Parks keine Möglichkeit zum Einkaufen. Für Wasser etc. sollte man also selber sorgen.

Wir sind froh über das reichlich mitgenommene Wasser, denn es ist - egal ob wir morgens oder nachmittags in Mahango sind - immer heiß. Und da kommt eine Erfrischung gerade recht.

Impala Mit dem Geländewagen fahren wir langsam und so leise wie möglich über die doch recht holprigen Wege. Wir hatten Glück, dass die Impala uns nicht sofort bemerkt hat, sonst wäre sie sicher gleich im Dickicht verschwunden.

Ebenso schnell wie die Warzenschweine. Denn auch sie sind scheu, sehen allerdings recht witzig aus, wenn sie beim Weglaufen ihre kleinen Schwänzchen kerzengerade in die Höhe strecken.

Nur die kleine Meerkatze ist sehr interessiert an uns (den Menschen, die da mit ihren Kameras in dem Geländewagen umher fahren). Aber die Neugierde beruht auf Gegenseitigkeit: Wir freuen uns jedenfalls, dass der Affe sich ganz fotogen verhält.

Warzenschwein Meerkatze

ElefantElefanten !!!
Baobabs (Affenbrotbäume) !!!

Die Bäume werden meist uralt und überragen die Vegetation um so manchen Meter Höhe.

Sie können einen Umfang von mehr als 25 m erreichen. Dann dienen sie oft als "Massagebürste" für Elefanten !!!

Allerdings werden die Baobabs durch Elefanten stark, oftmals irreversibel geschädigt. Das Holz der Baobabs ist wasserreich und dient den Tieren während der Trockenzeit als eine der Hauptwasserquellen. Durch die im Park geschützt lebende Elefantenpopulation steht der Naturschutz vor einem Dilemma: Was hat Priorität? Das Leben der Elefanten oder der Schutz des Ökosystems, d. h. der nachwachsenden Vegetation und so markanter Naturdenkmale wie der Baobabs?

baobab baobab

ZebrasSonnenuntergang Sie sind (fast) meine Lieblingstiere: Zebras. Fünf bis 10 Tiere leben meist in Familienverbänden zusammen. Während sie sich zuerst hinter dem Gebüsch zu verstecken scheinen, stellen sie sich dann aber doch für ein Erinnerungsfoto in Positur ...

 Doch auch der schönste Ausflug in den Mahango Park hat ein Ende. Jedenfalls dann, wenn abends so stimmungsvoll die Sonne untergeht.




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logoVon Rundu kommend:
Bis Divundu (Bagani) sind es 180 km.
In Divundu (Bagani) - in Sichtweite der Brücke über den Kavango - zweigt die C48 (D3403) Richtung Süden ab (gleich nach der Tankstelle auf der rechten Straßenseite). Hier steht ein großes Hinweisschild zur Lodge. Nun sind es noch 20 km, bis ein weiteres Schild linkerhand auf eine Sandpiste zur Lodge weist.

Von Katima Mulilo kommend:
Bis Divundu - und über die Kavango Brücke hinweg - sind es auf der B8 rund 270 km. Die restliche Strecke ist wie oben beschrieben.

logo NDHOVU bedeutet in der Sprache der local peoples: ELEFANT

Wir haben das linkerhand der Straße stehende Schild zur Lodge erreicht; eine Sandpiste zweigt dort zum Ufer des Okavango ab. Es sind jetzt noch 2 km und der Pad wird immer sandiger und weicher. Na, schaffen wir das mit unserem "normalen" PKW?

Und auch das sollte man wissen: Gleich neben der Ndhovu Lodge liegt eine weitere Lodge. Und beide Lodges haben den Weg zu sich ausgeschildert. Die eine mehr, die andere weniger. So haben wir etwas Probleme mit der Fahrtrichtung. Aber wir fragen einfach die Leute aus dem kleinen Dorf und so löst sich unsere Ortsunkenntnis auf. Doch ein weiteres Problem tut sich auf: Wir fahren uns in dem lockeren Sand fest. Hubert schafft es dann wieder (so hoffen wir jedenfalls), aber der Sand hat weiterhin seine Tücken.

Was tun?

In den einschlägigen Reiseführern habe ich zwar gelesen, dass in dieser Gegend ein Handy nicht funktionieren soll, aber ich probiere es trotzdem. Und - siehe da - nun haben namibische Netzanbieter auch eine Verbindung bis hierher geschaffen; ich kann also ohne weiteres die nur wenige hundert Meter entfernt liegende Ndhovu Lodge per Handy anrufen.

Die junge Dame am anderen Ende verspricht sofortige Hilfe und wenige Minuten später kommen zwei Männer auf uns zu; unschwer an der Aufschrift auf der Kleidung als Lodgemitarbeiter zu erkennen. Beide haben das richtige Handwerkszeug dabei: Schaufel und Kunststoffbretter. Wir sind - das zeigt ihre schnelle professionelle Arbeit - nicht die ersten Hilfe suchenden Gäste zu sein, denn nach wenigen Handgriffen ist der Nissan wieder frei und wir können die Fahrt rein in die Lodge fortsetzen.

ndhovu ndhovu Das sei an dieser Stelle angemerkt: Es war das einzige Mal, dass uns auf der Tour ein solches Malheur passiert; wir haben sonst alle anderen Strecken problemlos mit einem normalen PKW befahren können.

Chris (die "zweite Hand" vom Owner) kommt auf uns zu; begrüßt uns und wir erholen uns von dem Schreck erst einmal bei einem kühlen Getränk in der Lapa. Jetzt in der Mittagszeit steht die Sonne hoch am Himmel und es ist heiß. Da bieten die großen Bäume innerhalb der Lodge angenehmen Schatten.

ndhovu Wir checken ein und beziehen unser Hauszelt, das fast wie ein Baumhaus erhöht auf einem Holzpodest direkt am Wasser steht. Wir haben einen tollen Blick auf den Okavango und unseren "Hausbewohner". Das allerdings ist ein kleines Krokodil, das sich einen Felsbrocken am Ufer vor unserem Zelt als Sonnenplatz ausgesucht hat.

Das Zelt ist mit allem eingerichtet, was man so braucht: großes Doppelbett mit Moskitonetz, Regale, Ablagetischchen für Lampen, Insektenspray, Bücher, und und und.
Und wir haben eine tolles kleines Bad, das von unserem Wohnzelt über einen Steg zu erreichen ist: rustikal aber es fehlt auch hier an nichts.

Allerdings fragen wir uns, warum auf den Betten so viiiiele Wolldecken liegen. Zum Zeitpunkt unseres Einzuges ist es ausgesprochen heiß und wir sind froh, dass die großen Bäume und das Zeltdach Schatten spenden. Wir werden diese Decken aber zum frühen Morgen hin zu schätzen wissen. Nachts haben wir nämlich nicht die Gazefenster verschlossen (wer tut das schon unter Namibias Sternenhimmel) und da wird es zum Sonnenaufgang hin merklich kühl. Bis die Sonne dann ganz raus ist, freuen wir uns schon über die mitgenommene Fleecejacke.

Die Lodgeanlage ist großzügig angelegt, obwohl es eigentlich nur eine handvoll Zeltbungalows gibt. Horst, der deutschsprachige Besitzer, hat alles fest im Griff. Und so ist die Lapa wie ein richtiges gemütliches Wohnzimmer. Sitzecken laden zum Verweilen ein; ein Bücherregal steht den Gästen zur Verfügung; die Bar ist in Reichweite und der Essbereich ist edel eingerichtet.
Ein wahrer Traum (zumindest für mich) ist das Geschirr von Penzo International. Es ist afrikanisch bunt und wird in Simbabwe hergestellt. Schon beim Frühstück freue ich mich über die Zebra-Tasse, den Geparden-Teller, die Löwen-Müslischale und den Giraffen-Salzstreuer (und was es sonst noch so alles gibt). Toll, dass es dieses Geschirr im Shop der Lodge - übrigens als einziger Laden in Namibia - zu kaufen gibt.

shopApropos Einkäufe: Wo geht eigentlich ein Küchenchef oder Lodgebesitzer hier in der Abgeschiedenheit einkaufen? Horst, der Owner von Ndhovu, hat es uns erzählt. Das Fleisch kommt von seiner eigenen Farm in der Nähe von Windhoek. Seine Frau Ursel kümmert sich darum. Das Wasser kommt mittels Pipeline von dem staatlichen Wasserwerk. Getränke, Tiefkühlkost und sonstige Dinge bringt der LKW in gewissen Abständen aus Windhoek und das frische Obst und Gemüse kauft Horst oder Chris direkt bei den local peoples an den Popa Falls.

Apropos Frühstück: Natürlich kommt jeden Morgen das Ei in der vom Gast gewünschten "Verarbeitung" auf den Tisch. Das kann schon mal dauern, bis der Teller aus der Küche kommt. Aber wir haben ja Urlaub und Zeit für ein gemütliches Frühstück.

Ebenso edel ist dann auch der Tisch zum Dinner gedeckt und die junge Köchin erklärt den Gästen immer vorher, was diese gleich auf dem warmen Büfett finden. Kurzum: Uns hat es hervorragend geschmeckt und die Tischrunde hat abends immer noch lange zusammen gesessen, geklönt und die lauen afrikanischen Nächte genossen.

Henna

Aber wir sind ja nicht nur hierher gekommen, um nur zu essen. Nein, auch die Gegend des Okavango und den Mahango Park wollen wir erkunden.

bee eater Da die Lodge direkt am Fluss liegt, hat sie natürlich auch einen direkten Bootsanleger. So finden sich gegen 16:00 h immer einige Gäste ein, die mit dem Boot eine Tour machen möchten. Wir schippern also ganz gemütlich den Okavango entlang und fahren dabei gaaaaanz dicht an den Hippos vorbei. Wir sehen zwar jede Menge (es sind so ca. 25-30 Stück) tagtäglich im Wasser vor der großen Plattform an der Lapa, aber wenn man so mit dem Boot an ihnen vorbeifährt, ist es schon ein Erlebnis.

Sonnenuntergang
Doch auch die kleinen Tiere sind sehens- und erlebenswert: Eisvögel, Carmine Bee-Eater (Scharlachspinte), Kormorane, Echsen und Krokodile (wenn auch klein) erwischen wir ebenso mit der Kamera, wie Enten und Greifvögel.

Und wenn wir abends wieder von unseren Streifzügen zurück in der Lodge sind, genießen wir ein kühles Bier auf der Holzplattform direkt an Ufer des Okawango. Wenn dazu die Sonne untergeht, ist Namibia ein Traum





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logoVon Rundu kommend:
Bis zur Lodge sind es über die B8 rund 225 km.
In Divundu (Bagani) - in Sichtweite der Brücke über den Kavango - zweigt die C48 (D3403) Richtung Süden ab (gleich nach der Tankstelle auf der rechten Straßenseite). Hier steht ein großes Hinweisschild zum Camp. Nun sind es noch 10 km, bis ein weiteres Schild linkerhand auf den 4 km langen Restweg über eine Sandpiste zum Camp weist.

Von Katima Mulilo kommend:
Bis Divundu - und über die Kavango Brücke hinweg - sind es auf der B8 rund 270 km. Die restliche Strecke ist wie oben beschrieben.

ngepiVom Kwando Camp zum Ngepi Camp sind es nicht nur 240 km. Nein, es sind auch "Welten". Während wir im Kwando Camp das Feeling von "Jenseits von Afrika" genießen, erleben wir das Ngepi Camp als eine unkomplizierte, lustige Herberge für Jung und Alt. Also: Orte, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.

In der Sprache der local peoples heißt Ngepi so viel wie "How are you?"

Schon auf den letzten Kilometern (von der D3403 über die Sandpiste durch das trockene Flussbett hindurch) sehen wir immer wieder witzige Hinweisschilder mit Angaben der noch zu fahrenden Strecke.
Ein altes blaues Boot, das auf dem Trockenen am Pfad liegt, und der Parkplatz ist erreicht. Hier stehen PKWs neben Geländewagen und großen Unimogs, die ideal für die Fahrten durch den nahen Mahango Park sind.

ngepiÜberall stehen lustige Dinge herum auf den letzten Metern zur Rezeption, die ohne Übergang in der Bar und einem kleinen Shop endet. Das überdachte Haus ist vollgestopft mit Sachen, die die Gäste zur Dekoration zurück lassen.
Eine riesige Kollektion von Caps hängt neben Sprüchen wie diesem ...

treehouse Das Team ist jung und locker. Das macht natürlich auch ein Teil des Ambientes aus. Schnell haben wir eingecheckt und den Hinweis bekommen, dass wir in das Treehouse No. 4 einziehen können. Einen Schlüssel gibt es nicht, denn es hat sowieso nur Wände aus Schilfmatten, von der die Richtung Osten weisende ganz geöffnet ist. Dadurch ist der Blick frei auf die allmorgendlich aufgehende Sonne und den Okavango, wie der Fluss hier genannt wird.

treehouse treehouse Es gibt 2 große Betten, Tisch und Stühle, ein kleines Rattansofa und keinen Schrank. Ist auch nicht nötig, denn die Sachen sind nach fast drei Wochen sowieso nicht mehr "taufrisch" und können auch in der Reisetasche bleiben. Dafür haben wir ein tolles Bad: Waschbecken, Spiegel, genügend Ablagefläche und eine Zinkschale und -kanne. So wird - in Ermangelung eines Kühlschranks - der Eimer mit Wasser gefüllt und zum Abkühlen der Getränke genutzt. Auch unsere Dusche ist nicht ganz alltäglich.

treehouse Auf jeden Fall fühlen wir uns wohl in unserem Baumhaus und genießen die nächsten Tage die heißen Mittagsstunden im Schatten und bei leichtem Wind, der hier fast ständig durch die luftigen Schilfwände weht.

Essen und Trinken:

Fangen wir also mit dem Frühstück an. Erst einmal schlafen wir aus, lassen den Tag langsam angehen und bummeln von unserer Hütte zum Haupthaus. Nein, es erwartet uns nun kein großes Frühstücksbüfett, sondern eine Speisekarte, aus der wir dann Eier, Schinken, Käse, Zwiebeln, Tomaten und Toast auswählen. KochstelleMeist fällt die Entscheidung auf Spiegeleier, von beiden Seiten gebraten. Kaffee und Tee steht immer bereit für die Gäste und wer hinterher noch etwas Süßes braucht, bestellt frisch geröstetes Weißbrot und Marmelade, Honig oder Nu... (na, diese Nuss-Nougat-Creme!).
 Zum Frühstück setzen wir uns an die kleinen Tische nahe der offenen Küche, da hier die Morgensonne einen Weg durch das Blätterdach findet.

Uns reicht das ausgiebige Frühstück. Dann jedenfalls freuen wir uns immer auf das Dinner, das es so ab ca. 19:00 h gibt (dann haben wir auch riiiiesigen Hunger). Es gibt ein Menü, das aber ausgesprochen lecker ist. Selbst auf Sonderwünsche - wie z.B. keine Pilze, da Pilzallergie - wird in der Küche Rücksicht genommen. Die beiden Köchinnen freuen sie jedenfalls, wenn sie ein positives Feedback von den Gästen bekommen.

Und wenn das Abendessen in diesen großen gusseisernen Töpfen im offenen Feuer brutzelt, sitzen die Gäste voller Erwartung drum herum ...

ngepi ngepi

Vom Ngepi Camp aus können Touren in den Mahango Park unternommen, die Popa Falls besucht oder Bootstouren gemacht werden. Obwohl wir den Mahango Park bereits schon besucht haben, fahren wir erneut mit dem Geländewagen rein, denn jede Tageszeit hat ihre Reize und das Licht spielt erfahrungsgemäß auch eine große Rolle bei Fotografieren und Filmen. Es ist heute ein recht heißer Tag und die Zeit bis gegen 15:00 h ist eigentlich nur im Schatten auszuhalten. Deshalb fahren wir erst jetzt Richtung Mahango. Geländegängig motorisiert gibt es selbst auf den sandigsten Pisten keine Probleme.

KormoraneDas Ngepi Camp liegt direkt am Okavango und was liegt da näher, als die Gegend per Boot zu erkunden? Also machen wir - meist am späten Nachmittag - eine solche. Dabei passt Paulus, Guide und Kapitän unseres Bootes, höllisch auf die Hippos auf, die oft auf dem Grund des Okavango laufen. Hippos, die bekanntlich nicht schwimmen können, wählen eben diese Art der Fortbewegung. Doch an manchen Stellen ist gerade zu dieser trockenen Jahreszeit der Fluss so flach, dass wir ohne Probleme den Grund sehen können. Also heißt es deshalb auch: Aufpassen auf Steine und Sandbänke, damit wir uns nicht festfahren.

plattformLos geht die Tour direkt an der hölzernen Plattform im Camp, auf wir - zusammen mit den anderen Gästen - relaxen und dem Leben am Fluss zuschauen können. Wie wäre es mit einem Sprung in den hipposicheren Pool? Oder wie wäre es mit etwas Anglerglück und dem Fang eines Tigerfisches? Beides haben wir nicht versucht ...

Mit diesem Boot geht es nun raus auf den Okavango. Paulus zeigt ständig in irgendeine Richtung. Schließlich hat er einen solchen geschulten Blick für alles, was um uns herum schwimmt, fliegt, sitzt oder sonst noch etwas anderes tut.

Die Einheimischen sind täglich auf dem Fluss unterwegs und angeln. Sie stehen dann meist im direkter "Konkurrenz" zu den Kormoranen, die im Sturzflug und in Windeseile die Fische aus dem Wasser holen.

Es ist ruhig um uns herum; nur ab und zu hören wir einen Adler, der hoch im Baum sitzt und auf Beute wartet. 

logoliegen ganz in der Nähe unseres Camps - und auf halber Strecke zurück nach Divundu. Nein, es sind keine dieser tief in eine Schlucht abstürzenden Wasserfälle wie z.B. die nahen Vic Falls. Es sind eher Stromschnellen, die aber diese Ecke des Okavango zu einem besuchenswerten Ort machen.

Wir parken auf dem Parkplatz am Eingang zu den Falls und der staatlichen Campsite. Rezeption, Kasse, Getränkeshop und ein Restaurant sind gleich nebenan in einem größeren Gebäude untergebracht (Eintritt 20 N$ pro Person). Außer uns parken nur wenige Autos, es ist also ruhig und wir schlendern einfach drauf los. Doch allmählich weicht die Stille den Geräuschen von fließendem Wasser. Unter schattigen Bäumen liegt ein schöner Grillplatz, der bequem vom Zeltplatz und den Hütten zu erreichen ist. Wir sind alleine; schauen uns um, in welche Richtung wir nun gehen sollen. Gut, dass gerade ein junger Ranger vorbei kommt, der uns "einen kurzen Weg" zu den Popa Falls zeigen will. Weg? Nein, es ist eher ein Pfad über Steine hinweg, die uns helfen, die kleinen Seitenarme (Bäche) entlang des Okavango trockenen Fußes zu überqueren. Aber er hat recht: Die immer lauter werdenden Geräusche künden die nahen Stromschnellen an.

popa fallsWir verweilen, sitzen auf dem großen Steinen und lassen die Füße ins Wasser baumeln. Das kühlt, denn die Sonne steht schon wieder hoch am Himmel.

In vielen Reiseführern steht, dass die Popa Falls vom anderen Flussufer aus schöner anzusehen sind. Das wollen wir selbst erkunden. Also: Es geht zurück zum Parkplatz. In wenigen Minuten ist Divundu erreicht und - nachdem wir rechts auf die B8 abgebogen sind - kommt sofort die große Brücke über den Okavango. Nur wenige Meter weiter gibt es einen hohen Zaun aus Maschendraht. Kein Schild an diesem Zaun deutet darauf hin, was auf dem Gelände ist. Es ist das Gefängnis. Und wir sind richtig! Denn rechts neben dem Zaun gibt es einen schmalen Sandweg, den man reinfahren muss. Keine Angst, man ist nicht falsch. Einfach immer nur weiterfahren.

Kleine runde Schilder mit Zahlen von 1 bis ... deuten darauf hin, dass hier Häuser kommen. Es sind Hütten einer weiteren staatlichen Campsite. Wir zahlen 5 N$ pro Person und fahren wieder den Wassergeräuschen entgegen. Tatsächlich: die Popa Falls sehen von hier aus schöner aus und wir suchen uns ein schattiges Plätzchen, um etwas die Seele baumeln zu lassen.



Wir verlassen den Caprivi; zumindest reisen wir heute aus dem Ngepi Camp ab und bleiben dann nochmals eine Nacht in der Kavango River Lodge in Rundu.

schild Von  Divundu/Bagani bis Rundu sind es rund 230 km und die sind über die endlose schnurgerade B8 schnell zurückgelegt. Schließlich lässt die gut ausgebaute Road eine Geschwindigkeit von 120km/h ohne Probleme zu. Es sei denn, man wird wieder an die Dickhäuter erinnert. Uns ist allerdings einer dieser Spezies nicht vor das Auto gelaufen.

Haustiere Wir aber haben bekanntlich Zeit und entscheiden uns für eine Strecke "über Land". Dazu kann man alle paar Kilometer die B8 Richtung Okavango verlassen. Für uns bedeutet das: Einfach eine der Stichstraßen (die mit D.... beginnen) rechts abzubiegen. Nach wenigen Kilometern ist dann die alte Uferstraße erreicht, auf der man den Caprivi von Ost nach West (oder auch umgekehrt) befahren kann.

Uns fällt gleich auf, dass die kleinen Dörfer hier sehr viel intakter wirken als die Streusiedlungen an er B8. Irgendwie scheint hier das Leben noch seinen "geordneten Gang" zu gehen. Fast jedes Dorf hat eine eigene kleine Schule und einen solchen Einkaufsladen.

Obst und Gemüse wird auf den Feldern am Flussufer angepflanzt; dort, wo es immer etwas feuchter ist.

Kühe und Ziegen weiden, wo sie Futter finden.


logo logo Überall an der B8 kündigen solche Hinweisschilder einen nahen Parkplatz an. Meist ist es ein großer Baum, der Schatten auf ein oder zwei Tische mit Bänken davor wirft. Praktisch, aber ein wenig ungemütlich. Wir hingegen haben auf unserer Fahrt entlang der Uferstraße einfach das Auto neben dem Weg abgestellt und unter großen Bäumen ein Platz zum Verweilen gefunden. Es ist ziemlich heiß und Wasser aus unserer Aluflasche ist nicht zu verachten.

Die Sandpiste lässt sich gut fahren und so erreichen wir ganz gemütlich Rundu




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