Namibia - Caprivi


Diese Seite beginnt mit unserer Reiseroute; danach folgen:
Informationen zum Caprivi : Geschichte : Bücher : Flüsse



flaggeReiseroute im Caprivi

Ich habe es ja schon auf der Hauptseite dieses Reiseberichtes geschrieben: Viele Menschen scheinen den Caprivi nur als Transitstrecke in das Okavango Delta und an die Victoria Fälle zu nutzen. Uns aber interessiert dieser schmale Landstreifen sehr und vor allen Dingen freuen wir auf schöne Landschaften, viele Tiere und Begegnungen mit den Menschen, die hier leben.

Wir verbrachten die letzten Tage in Roy's Rest Camp nahe Grootfontein. Die Fahrt direkt rauf in den Caprivi (von Grootfontein bis Mahango, also zur Ndhovu Lodge) beträgt 475 km. Deshalb legen wir erst einmal einen Zwischenstopp in Rundu ein. Dies tun wir auch auf der Rückfahrt und übernachten in der Kavango River Lodge.

Im Caprivi selbst sind wir 11 Tage (incl. der 2 Tage für die An- und Abreise, die wir in Rundu sind):
  2 Tage in der Ndhovu Lodge am Okavango bei Divundu/Bagani (Nähe Mahango Park)
  3 Tage im Camp Kwando am Kwando (Nähe Mudumu National Park)
  4 Tage im Ngepi Camp am Okavango bei Divundu/Bagani (Nähe Mahango Park und Popa Falls)



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flaggeInformationen zum Caprivi

460 km lang und zwischen 35 und 90 km breit. Das ist der Caprivi, der im Nordosten Namibias von Angola, Sambia, Simbabwe und Botswana umgeben ist. Geprägt ist der Landstreifen von unberührt scheinender Natur. Ab und zu unterbrochen von Rundhütten und kleinen Streusiedlungen.

Der 19.532 qkm große Caprivi ist einer von 13 Regionen Namibias und ganzjährig wasserführende Flüsse durchziehen das Land (siehe unten - Flüsse des Caprivi). Rund 15.000 qkm = 70 % sind bewaldet.

Rund 5 % der namibischen Bevölkerung leben hier meist von der Landwirtschaft: Fischfang, Viehzucht, Ackerbau.

Nach Informationen der UNICEF ist Namibia eines der fünf am schlimmsten von AIDS betroffenen Länder der Welt. Jeder fünfte Einwohner zwischen 15 und 49 Jahren ist HIV-infiziert. In einigen Regionen ist nahezu ein Drittel der schwangeren Frauen HIV-positiv. Hochrechnungen gehen von 230.000 infizierten Personen aus. Aids ist die häufigste Todesursache in Namibia. Fast 50.000 Kinder haben bereits ihre Eltern verloren.

Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) berichtet, dass nach einer 2004 durchgeführten Studie die am stärksten betroffene Region der Caprivi ist; hier sind sogar 42,6 % der schwangeren Frauen HIV-infiziert. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist daher auf 32,7 Jahre gesunken.



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flaggeGeschichte des Caprivi

Es ist der 1. Juli 1890, als der Caprivi von Großbritannien an das Deutsche Reich überging. Geregelt im Helgoland-Sansibar-Vertrag, an deren Verhandlungen der deutsche Reichskanzler Leo von Caprivi teilnahm. Ziel des Vertrages war die Schaffung einer Landverbindung nach Deutsch-Ostafrika. Damals erwarb Deutschland dieses Gebiet – zusammen mit Helgoland – von den Britten im Tausch gegen Sansibar.

Georg Leo Graf von Caprivi wurde am 24. Februar 1831 in Charlottenburg bei Berlin geboren und starb am 6. Februar 1899 im Landkreis Crossen an der Oder. Er war preußischer General der Infanterie und von 1890 bis 1894 Reichskanzler nach Otto von Bismarck.

Bis zum  Ausbruch des Ersten Weltkriegs gehörte der Caprivi zu Deutsch-Südwestafrika; wurde dann 1914 von Großbritannien annektiert.

Es ist der 21. März 1990, also fast 100 Jahre später, als Namibia unabhängig und somit der Caprivi einer von 13 Regionen des Landes wurde (Rang 10).

Katima Mulilo ist die Provinzhauptstadt des Caprivi, der – 400 km lang – den äußersten Nordosten Namibias bildet.

Fährt man mit dem Auto etwa 65 km Richtung Osten am Sambesi entlang, kommt man nach Schuckmannsburg. Dieser heute knapp 1000 Einwohner zählende Ort war damals Residenz Deutsch-Südwestafrika. Gegründet am 7. Februar 1909, war der Namensgeber der damalige Gouverneur Bruno von Schuckmann. Nachdem die Verwaltung nach Katima Mulilo verlegt wurde, zerfiel der kleine Ort. Heute erinnert fast nichts mehr an die Zeit der Deutschen. Holzhütten prägen die Siedlung.



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flaggeBücher vom Caprivi

Während unserer Reiseplanung haben wir  – wie immer – nach interessanten Websites gesucht und sind auch bei Namibiana Buchdepot gelandet. Ein Buchshop, in dem man viel Informationen über Namibia und das südliche Afrika findet. Bücher, die Geschichte und Geschichten näher bringen; so z.B. dies:

buch Das Buch über Namibias bunte Vogelwelt beginnt mit einem Überblick zur Geschichte der Ornithologie in Namibia, die dem Vogelfreund als Hintergrundinformation dienen soll.

Der Bildband mit 30 ganzseitigen Illustrationen und kurzen Geschichten. Bilder, als seien es Farbfotos. Doch der zweite Blick zeigt Alltagssituationen in Caprivi. Gesichter von Menschen, in Wasserfarben festgehalten; es zeigt  Augenblicke aus dem Leben in Namibia ...




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flaggeFlüsse des Caprivi

Der Caprivi ist geprägt durch die vielen Flüsse, die dieser Region ein unverwechselbares Aussehen verleihen. In diesem sonst so trockenen Land, in dem z.B. in der Namib durchschnittlich 50 mm Regen pro Jahr fallen, grenzt es fast an ein Wunder, dass der Caprivi mit bis zu 700 mm Regen pro Jahr reich versorgt wird.

Auch die Flüsse - die oft natürliche Landesgrenzen Namibias sind und den Caprivi zu umfließen scheinen, sorgen für tropische Natur und Lebensraum für viele Tiere.

Drei Flüsse prägen die Landschaft: OkavangoKwandoSambesi

In meinen Reiseberichten verwende ich jeweils diese genannten Schreibweisen, obwohl es, so ist es hier nachzulesen, die unterschiedlichsten Schreibweisen gibt und auch in den einzelnen Ländern die unterschiedlichsten Namensgebungen.

okavango

In Angola trägt der Fluss noch den Namen Cubango (Kubango); er fließt dann Richtung Süden nach Namibia.

Hier am Mittellauf nennen ihn die Menschen dann Okavango (Okawango); er bildet auf 400 km die Grenze zwischen Angola und Namibia.

Der Okavango fließt  hier in Namibia durch Rundu bis zu den Popa Falls.

Nachdem er in Botswana angekommen ist, versickert das Wasser im 15.000 qkm großen Okavango Delta, das sich während der Regenzeit auf bis zu 20.000 qkm ausdehnt.

kwando

In Angola trägt der Fluss noch den Namen Cuando (Kuando); er fließt dann Richtung Süden.

Nach einer weiteren Richtungsänderung wird er zum Grenzfluss zwischen Angola und Sambia.

Er durchquert dann bei Kongola den Caprivi; trägt nun den Namen Kwando und bildet die Südgrenze zwischen Namibia und Botswana.

Wieder ändert er den Namen: Linyanti, bevor er ab Ngoma (das liegt 61 km südlich von Katima Mulilo) zum Chobe (Tschobe) wird und beim Vier-Länder-Eck Namibia / Botswana / Sambia / Simbabwe in den Sambesi mündet.

sambesi

Der Sambesi fließt durch Sambia und Angola.

Teilweise bildet er die Grenze zwischen Sambia und Namibia und zwischen Sambia und Simbawe, wo er bei den Städten Livistone (Sambia) und Victoria Falls (Simbabwe) gut 100 m in die Tiefe stürzt: Er hat die Victoriafälle erreicht.

Im Oberlauf fließt der Sambesi noch auf einer Höhe von 1.500 m NN; sinkt auf 350 m NN, bevor er an den Vic Falls ankommt.

Viele Flüsse (wie der Kwando) münden in den Sambesi; der selbst auf seinem Weg durch den Karibasee und den Cahora-Bassa-See fließt.

Die letzten 640 km fließt der Sambesi durch Mosambik und mündet dann in einem 880 qkm großen Delta im Indischen Ozean.



... zum Okavango und zum Kwando ...



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