Lago Maggiore - Falmenta

Der Lago Maggiore ist erreicht und wir sind innerhalb der letzten zwei Tage bis hierher 914 km gefahren. Nun liegen von Cannobio aus noch 12 km vor uns bis Falmenta.
Es geht auf der SS631 zuerst 9 km noch einigermaßen „breit“ weiter und in Serpentinen das Valle Cannobina bergauf. Wenn ein Fahrzeug entgegenkommt, kommen wir noch gut aneinander vorbei.
Dann erreichen wir das Hinweisschild nach Falmenta; nun sind es also noch 3 km. Die Straße ist schmaler geworden. Was passiert, wenn uns ein Auto von vorne begegnet?
Schon mal gleich gesagt: Es hat geklappt und das die ganzen drei Wochen hindurch.
Unsere erste Fahrt hinauf nach Falmenta dauert (aber nach und nach „fahren wir uns auf die Straße ein“), wir schaffen die 12 km in gut 25 min.

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Manchmal dauert es aber etwas länger. Meist zum Wochenende hin, wenn alle wieder in die Berge kommen.
Dann wird es auch eng mit den Parkplätzen im Ort. Falmenta nämlich ist ein typisches Bergdorf und  das Platzangebot ist gering. Somit gibt es auch keine Parkmöglichkeit direkt an unserem Ferienhaus und wir müssen im Ort parken.
Vor uns liegt jetzt nur noch die schmale steile Via Casa Zanni; 350 m bergauf …

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Mit unserem Gepäck ist das bei den Mittagstemperaturen recht schweißtreibend, denn mit einem Mal schaffen wir es nicht. Gut ist, dass wir für unser großes Gepäck Reisetaschen mit Rollen haben, die wir die Straße raufziehen können.

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Bevor wir allerdings den Wagen ausräumen, gehen wir erst einmal den Weg ohne Gepäck und suchen die Via Casa Zanni 15. Zwar haben wir einen gezeichneten Lageplan vom Vermieter, aber trotzdem sind wir froh, Einheimische zu treffen und nach der Casa Romantica fragen zu können.
Die letzten Meter geht es von der Via Casa Zanni steil über einige Stufen und einen schmalen Grasweg hinunter zu einem Häuserkomplex. Mehrere Häuschen sind dicht aneinander gebaut; eins davon ist unser Ferienhaus.

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Die Casa Romantica ist ein hübschen, sehr rustikales, Bauernhaus, das schon weit über 100 Jahre alt ist. Es wurde aber von dem Vermieter liebevoll restauriert und eingerichtet. Es gibt alles, was wir brauchen.

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falmenta Zuerst den Hauptstromzähler anschalten; dann die Gasflasche für den Herd kontrollieren; und das Haus „in Besitz nehmen“.
Die Casa ist innen größer als es von außen erscheint. Unten sind Wohnzimmer, Küche, Bad und Flur. In der ersten Etage gibt es drei Schlafzimmer. Genügend Platz also für uns beide und Hund.

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Ach ja, bevor wir über die italienische Grenze gefahren sind, haben wir noch in der Schweiz einen Großeinkauf gemacht. Somit ist der Kühlschrank gefüllt und wir genießen den ersten Nachmittag auf der Terrasse vor dem Haus. Schnell sind dann die „Anreisestrapazen“ vergessen. Es zeigt sich ganz deutlich, dass wir als Flachlandtiroler sehr viel verwöhnter sind, was Straßenverhältnisse, Einkaufsmöglichkeiten usw. anbelangt.

Etwas möchten wir an dieser Stelle festhalten:
Falmenta ist ein Ort der Ruhe. Um an den Lago Maggiore zu gelangen, müssen wir immer das Auto nehmen. Also nicht einfach mal raus und an der Uferpromenade langbummeln.
Falmenta ist etwas für Naturliebhaber, die keinen Trubel um sich haben möchten, wenn sie morgens aus der Haustür schauen. Alles muss gut durchorganisiert werden, denn wenn mal die Butter fehlt, ist der Weg zum Supermarkt sehr weit.
Wir sind auch nicht die Straße nach Falmenta im dunklen gefahren, weil wir nun mal „Serpentinen-ungeübter“ als die Einheimischen hier in den Bergen sind. Es hat uns allerdings nicht gestört, abends nicht am See bummeln gehen zu können.
Dies sollte bei der Wahl von Falmenta als „Basislager“ beachtet werden.

Ruhetage – dass waren die Tage der Wetterkapriolen mit Regen, Orkan & Stromausfällen. Doch davon erzähle ich mehr hinter dem Link. 

Ruhetage - das sind aber auch die Sonnabende, denn wir haben keine Lust abends beim Zurückkommen auf Parkplatzsuche zu gehen. Am Wochenende scheint es so, als ob sich Falmenta zu einem überlaufenen Bergdorf mausert. Dies zumindest, wenn man sich die vielen Autos anschaut, die auf den wenigen öffentlichen Parkplätzen stehen. 

Wir nutzen also die Sonnabende zum Relaxen und Bummeln durch das Dorf.

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Viele Häuser sind noch mit Granit eingedeckt (li). Typisch auch die winzig kleinen Gärten zwischen den Häusern (re).

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Der Brunnen plätschert, bemalt mit bunten Bildern (li). Auch die weißen Hauswände sind bemalt (re).

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Links:
In dem weißen Haus ist die Poststelle von Falmenta untergebracht und rechts am Haus - das zeigt das Bild weiter unten - führt  eine Treppe in das kleine Restaurant des Dorfes.
Wenn man das Bild anklickt, zeigt die Turmuhr, was die Stunde geschlagen hat.

Rechts:
Die Dorfkirche Chiesa di S. Lorenzo und gleich daneben noch einmal der freistehende Glockenturm.
Bitte das Bild anklicken, dann ist das Portal in voller Größe zu sehen.

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Da ist sie, die Treppe rauf in das kleine Restaurant (re), das von innen ganz gemütlich ist (re).

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Und beim Blick vom Balkons des Restaurants bezieht sich schon wieder der Himmel.
Wir sollten nach Hause gehen, es wird sicher bald regnen.

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Il torchio di Genesco – Walnusspresse

Im 18. Jahrhundert wurden in solchen Pressen Walnüsse und Oliven gepresst und zwar überall in Valle Cannobina. Jetzt ist man dabei, hier in Falmenta ein kleines Museum aufzubauen.

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Das Falmenta ein Dorf in den Bergen ist, zeigen diese Bilder: Alle Häuser stehen wie 'angeklebt' an den Berghängen.

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Steinmauern stützen und schützen die Häuser (li).

Rechts der Blick auf den Ortsausgang von Falmenta.


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Schließen möchte ich diese Seite  mit ein paar Bildern vom traumhaften Himmel über uns beenden. So gesehen von der Terrasse der Casa Romantica, auf der uns auch oft  Eidechsen und Schnecken besuchen.

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