Lago Maggiore - Valle Cannobina

... & weiter nach Finero und Malesco

cannobina Das Cannobinatal  beginnt gleich hinter Cannobio und zieht sich am Westufer des Lago Maggiore landeinwärts. Es ist ein wildes, zerklüftetes Tal, in das sich tief unten der Fluss Cannobina seinen Weg bahnt. Steil hinauf ziehen sich die Berghänge, die später in das Val Vigezzo sowie Centrovalli übergehen.

Das Valle Cannobina wird von der SS631 (SP75) durchquert, der Bergstraße, die sich noch einigermaßen gut fahren lässt. Sie ist breit genug, wenn ein PKW entgegen kommt. Kommt aber mal ein LKW, so wird es doch schon ein wenig eng. Zumal es – schließlich sind wir in den Bergen – sehr kurvenreich nach oben geht (oder anders herum nach unten).

traffiume traffiume Die Talebene ist sehr eng und am felsigen Flussufer findet man auch die eine oder andere Stelle zum Baden. So in Traffiume, der kleine Ort, der schon zusammengewachsen ist mit Cannobio. Ein Wanderweg führt vom See hierher zur kleinen Kirche.

traffiume traffiume

An der SS631 nahe Traffiume liegt die Quelle Fonte Carlina. Ihr werden heilende Kräfte zugeschrieben. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen, aber eins ist klar: Viele Leute kommen hierher, um ihren Wasservorrat aufzufüllen; Einheimische sowie Wanderer.

cavaglio cavaglio

Wenige Kilometer hinter Traffiume gibt es einen Abzweig nach  Cavaglio. Dort gibt es einen spektakulären Blick auf eine alte Hängebrücke (o), die einst das Tal überspannte. Heute gibt es eine neue Brücke, über die die Straße nach Cavaglio und weiter nach Gurrone führt.

cavaglio cavaglio

Fast täglich fahren wir die SS631 entlang, da ja auch von hier aus der Abzweig nach Falmenta geht. Doch bevor wir dort ankommen, liegen noch die Orte NivettaLunecco und Ponte Falmenta auf dem Weg. Sie sehen aus, als ob sie an die Felsen geklebt sind.

cannobina cannobina

cannobina falmenta Halt in Lunecco, denn von hier aus gibt es kurz vor der Kirche (li) einen schönen Blick die Berge rauf nach Falmenta (re).

Halt in Ponte Falmenta, denn dort gibt es einen kleinen Laden, in dem wir immer mal einkaufen gehen. Ok, den Großeinkauf machen wir dann meist in Cannobio oder Verbania, aber für die „mal fehlenden Kleinigkeiten“ ist es zu diesem Laden nicht so weit …


cannobina cannobina Wenn wir von Falmenta kommend die SS631 erreicht haben, biegen wir dieses Mal links ab. Die Straße führt weiter ins Val Vigezzo, einem Hochtal, über das wir nach Finero,  Malesco und Dommodossola fahren. Es ist eine spektakuläre Bergstrecke über enge Straßen, steile Kurven und vorbei an kleinen Dörfern, entlegenen Häusern der Bergbauern, schroffen Felsen und Kastanienwäldern. Ein paar dieser Esskastanien, die man hier auch "Arbu" nennt, habe ich mitgenommen und in der Casa Romantica fotografiert.

cannobina cannobina

honig honig Unterwegs halten wir, denn an einem kleinen Marktstand lesen wir "Miele“. Nun liebe ich Honig und kein Frühstück vergeht ohne ihn. Aber niemand ist hier, der mir etwas verkauft. Dafür liegt das Geld einfach auf einem Teller und daneben eine Fahrradhupe (so eine, wie wir sie an Kinderfahrrädern kennen).
Kurz entschlossen lege ich das Geld passend für ein Glas Honig auf den Teller und hupe einfach.
Winkend kommt der Bergbauer auf uns zu, bedankt sich für den Einkauf und wünscht eine gute Weiterfahrt.

cannobina cannobina

finero finero
Finero auf rund 750 m Höhe ist erreicht. Hier endet das Valle Cannobino und geht in das Valle Vigezzo über.

Der kleine Platz vor der Kirche bietet Parkmöglichkeiten. Wir halten (schließlich muss unser Dackel Caesar auch mal Gassi) und genießen den Blick über das Tal.

Ein Blick in die Kirche verrät ein Klick auf die beiden Bilder.



Die Glocken läuten; wir bleiben noch vor der Kirche stehen und schauen rechterhand zu einem Laden hin.

finero fineroDas Schild lädt zum Einkaufen ein, was wir auch tun. Typische Käse- und Salamisorten werden gekauft und frische Pasta (die gibt es gleich am Abend in unserer Casa Romantica).


Uns zieht es jetzt weiter Richtung Malesco. Aber stopp! Oh, was nun? Die Straße ist gerade ausgesprochen schmal und von vorne kommen drei (!) LKWs. Wer hat hier Vorfahrt?
Letztendlich bin ich es, die nun den Rückwärtsgang bergab einlegt und 30 m bis zu einer breiteren Stelle zurückrollt.
Was nützt es mir da, dass sich die LKW-Fahrer freundlich bedanken?!
Aber wir haben Urlaub und ich vergesse schnell dieses „fahrtechnischen Stress“ …

malesco
Malesco
 ist erreicht.

Heute leben hier rund 1500 Menschen, aber die Gegend war bereits zu römischen Zeiten bewohnt, wie alte Münzenfunde beweisen.

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Das Dorf liegt am Fluss Loana und eine Besonderheit sind die alten Häuser mit ihren schweren Dächern aus Gneisplatten.

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Wir finden schnell einen Parkplatz und bummeln durch die Gassen des hübschen Zentrums. Dabei klickt die Kamera bei den ausgefallenen Dachkonstruktionen, die wir selbst auf dem Friedhof an den Grabstellen wiederfinden.

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Der Friedhof wiederum gehört zum Complesso Monumentale Piazza della Chiesa.

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malesco malesco Bereits im 11. gab es an dieser Stelle eine Kapelle und im 13. Jahrhundert wurde eine Kirche erbaut. Im 17. Jahrhundert dann bekam die weiße  Pfarrkirche St. Peter und Paul (o.li) ihr noch heute erhaltenes Aussehen. Einst – so die Historie – durften nur die Einheimischen durch das Hauptportal die Kirche betreten; den Besuchern des Ortes wurde als Eingang ein Seitenportal geöffnet.
Heute betritt man das Gotteshaus durch den Haupteingang.

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Der 50 m hohe Kirchturm selbst wurde bereits 1674 eingeweiht, aber erst 100 Jahre später erhielt der Turm seine Uhr.

Das barocke Oratorium San Bernardino– wie wir es heute noch sehen – wurde um 1777 erneuert. Beeindruckend sind hier die Freskenmalereien an Wänden und in der Kuppel (u).

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Wir verlassen Malesco in Richtung Dommodossola, wenden uns dann Richtung Lago Maggiore nach Stresa und fahren die Straße entlang des Seeufers wieder Richtung Verbania, Cannero-Riviera, Ghiffa und Cannobio ...


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