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Frankreich - Villelongue

Zisterzienserabtei aus dem 12. Jahrhundert & ein Klostergarten in blau

ville Ganz in der Nähe unseres Ferienhauses liegt der Ort  Saint Martin le Vieil. Ein Ort, der sich vor vielen hundert Jahren um die Klosteranlage angesiedelt hat. Heute lebt Saint Martin; das Kloster ist nur noch eine Ruine. Aber was für eine!

ville Der Kreuzgang lädt ebenso zum Bummeln ein wie der  Klostergarten. Keiner, der in Reih und Glied angeordnet ist, sondern einer, der – so sieht es jedenfalls aus – sich selbst überlassen ist. Alles wächst ein wenig durcheinander, aber trotzdem ist es keine Wildnis. …

Etwas außerhalb von Saint-Martin-Le-Viel entfernt und am kleinen Bach Vernassonne, liegt die ehemalige Zisterzienserabtei Villelongue.

Einst lag das Kloster auf dem Gemeindegebiet von Saissac, doch wurde es im 12. Jahrhundert an seinen heutigen Standort verlegt; 1180 begannen die Bauarbeiten.

Im 13. Jahrhundert erhielten die Mönche dann aufgrund ihrer Haltung gegen die Katharer zahlreiche Ländereien als Schenkung. So wurde das Kloster zu einem der reichsten Abteien und stand unter dem Schutz des französischen Königs.

Der langsame Niedergang wurde mit der französischen Revolution eingeleitet. Die Ländereien wurden privatisiert und zu einem Bauernhof gemacht.

villelongue 1916 wurde dann die Abtei unter Denkmalschutz gestellt und dringend notwendige Restaurierungen begonnen. Neue Besitzer haben dann ab  1964 die Abtei übernommen.
Seit 1984 besteht eine Gesellschaft der Freunde der Abtei.

Heute ist Villelongues wieder ein Ort der Ruhe und Besinnung. Ein Ort, in dem man die Seele baumeln lassen kann.

Überall in den Mauern und an den Säulen erzählen Figuren wie Eule, Hahn, Löwe, Mönch und Teufel Geschichte(n).

Bei einem Besuch der Abtei sind die Ruinen von Speisesaal, Kreuzgang, Kapitelsaal und Abteikirche aus dem 12., 13. und 14.Jahrhundert zu bewundern.

Da ist der Kreuzgang (u.) mit den reich verzierten Säulen mit Blättern, Blumen und Tieren.

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Da ist der Speisesaal, den die Strenge des Zisterzienserordens geprägt hat.
Da ist der Kapitelsaal; noch vollständig erhalten mit seinem schönen Kreuzrippengewölbe.

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Da ist die Abteikirche, die zum größten Teil nur noch eine Ruine ist. Einige Wände von Haupt- und Seitenschiffen, sowie von Chor zeugen von der Größe des einstigen Gotteshauses.

Von der ursprünglich 57 m langen, kreuzrippengewölbten Kirche sind die Ostteile erhalten (das Langhaus, Kapellen im Querhaus, Teile der Treppenanlage und der Chor mit den Rundbogenfenstern und der Rosette.



Da ist die alles umschließende Mauer, in deren Inneren sich ein verträumter Garten befindet.

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Bummeln wir jetzt also durch ein „blaues Kloster“ ...


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