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Frankreich - Lagrasse

Kopfsteinpflaster & schöne alte Stühle

Heute haben wir lange gefrühstückt und mit Rotwein auf meinen Geburtstag angestoßen, weil wir keinen Sekt hatten.

Und so wollen wir den Tag verbringen: Zuerst nach Lagrasse; dann quer über das Plateau de Lacamp und Limoux nach Mirepoix. Auf dem Weg nach Hause werden wir im Supermarkt in Bram anhalten und noch einen Sekt kaufen für den Abend und die Geburtstagsfeier zu zweit.

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Durch die Berge geht es bei herrlichem Sonnenschein; der Ginster strahlt mit der Sonne um die Wette und ein Bach schlengelt sich am Weg entlang.

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Typisch für diese Landschaft sind Zypressen und Granitfelsen.

Einsame Gehöfte säumen unseren Weg.

lagrasse lagrasse Das Département Aude ist ein relativ dünn besiedeltes Gebiet, sieht man von Carcassone einmal ab. Wir fahren durch die Berge und erreichen ca. 35 km südöstlich von Carcassone den kleinen verträumten Ort Lagrasse im  Orbieu-Tal; Lagrasse war einst die alte Hauptstadt der Corbières. Doch seit Jahrhunderten führt der Marktflecken einen Dornröschenschlaf. Das ändert sich nur an zwei Tagen der Woche, wenn Markttag ist.

Schön, dass wir nicht an einem solchen Tag hierhergekommen sind, so haben wir die engen Gassen fast für uns alleine. Nur ab und zu treffen wir auf Besucher, die – genau wie wir – über das schön erhaltene Kopfsteinpflaster bummeln und das Ambiente versuchen mit der Kamera einzufangen.

lagrasse lagrasse Bereits im 8. Jahrhundert gab es an dieser Stelle eine  Abtei, um die sich herum Menschen ansiedelten; ein Dorf entstand. Noch heute prägt das mittelalterliche Aussehen den nicht einmal 700 Einwohner zählenden Ort. Überall bleiben wir vor gut erhaltenen Bürgerhäusern stehen. Die alte Stadtmauer ist noch zu erkennen, vor der 1314 eine Markthalle (o.li. und o.re.) erbaut wurde, die heute allerdings mitten im Ortskern liegt.

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Rund um die Markthalle gibt es viele kleine Geschäfte in den Häusern unter den Arkaden. Und auch dieses Schuhgeschäft (re.) wartet auf Kundschaft.

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Links:
Das Holz für den nächsten Winter liegt schon bereit.

Rechts:
Mittagspause oder ganz geschlossen?

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Egal, durch welche Gassen wir bummeln, immer wieder stehen wir vor der alten Pfarrkirche St. Michel. Erbaut 1359, ist das Kirchenschiff ein Beispiel gotischer Bauweise dieser Region.

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lagrasse lagrasse Jeder, der nach Lagrasse kommt, fährt über die 1303 erbaute  Pont Vieux. Die alte, aus drei ungleichen Bögen bestehende Brücke hat in den Jahrhunderten ihr Aussehen verändert. Einst standen an beiden Seiten Türme.

Lagrasse gehört seit 10 Jahren zu ‚den schönsten Dörfern Frankreichs‘. Ja, das finden wir auch.


lagrasse Beim Bummel durch die Gassen fällt uns auf, dass sich in den Häusern viele Kunstwerkstätten befinden. Durch eines der offen stehenden Fenster sehe ich in einen kleinen  Antiquitätenladen; wir gingen rein. Und so sind einige Bilder entstanden von schönen alten Stühlen mit neuem Flair. Die Besitzerin des kleinen Ladens, Jeanine, restauriert die Stühle alle selbst in einer Werkstatt  neben dem Verkaufsraum.

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Nein, ich habe das Bild links nicht "in die Höhe gezogen". Das Auto sieht tatsächlich so aus und steht vor dem kleinen Antiquitätsladen mit den hübschen Stühlen.
Hübsch sind die Stühle, wenn auch die Kombination ein wenig gewagt ist: alte Stühle & neues Design.

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Und als wir dann beim Mittagessen vor dem Café de la promenade, dem Restaurant am Boulevard de la promenade unter schattigen Bäumen sitzen, bekommen wir noch ein Ständchen von zwei Musikanten. Was will man mehr … ???

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lagrasse lagrasseNach dem Essen bummeln wir zurück durch die engen Gassen hin zur Pont Vieux, denn dort steht unser Auto. Es wird Zeit weiterzufahren; wir wollen ja noch einmal nach Mirepoix.

Die Bergstraße führt uns wieder durch den mediterranen Wald aus Eichen, Schwarzkiefern, Kastanien, Zypressen und Zedern. Auf dem karstigen Boden gedeiht die Aleppo-Kiefer besonders gut.

Der Wald von Corbières steht unter Naturschutz; trotzdem wird Holzwirtschaft betrieben. Eine große Bedrohung für den Wald sind die Feuer, die im Sommer oft im Mittelmeerraum wüten. So fielen z.B. vor einigen Jahren 60.000 Hektar Wald den Flammen zum Opfer.

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