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Frankreich - Labastide-Rouairoux

Textiles aus dem Musée départemental du Textile

mazamet Heute ist wieder strahlender Sonnenschein, wir werden tagsüber bis zu 35 Grad haben.
Nach dem Frühstück geht es um 09:00 Uhr los. Das Navi hat 66 km bis zum  Musée départemental du Textile Labastide-Rouairoux, dem Textilmuseum, ausgerechnet.

Wir fahren Richtung Carcassone; dann nach Norden nach Mazamet. Dann ist es zum Museum nicht mehr weit. Die Straßen sind wie immer gut und wir kommen auch gut voran.

Kurz vor Mazamet haben wir angehalten. Der Blick auf die Stadt herunter ist schön und eine Pause tut auch gut.

Doch lange können wir uns nicht aufhalten, denn das Museum macht Mittagspause von 12:30 bis 14:30 macht und eine Führung dauert zwei Stunden dauern.
Es ist 11:00 Uhr, als wir ankommen; weitere Besucher sind nicht da. Wir bezahlen 5 Euro Eintritt pro Person.

labastide labastide Die Dame an der Kasse macht für uns allein eine Führung in Französisch und Englisch. Das klappt hervorragend. Besonders interessant ist es, als sie die alten Maschinen (wie diese Garnspulmaschine) in Gang setzt und uns zeigt, wie z.B. aus drei hauchdünnen Fäden (u.li.) ein gezwirntes Garn wird? Und wenn es denn mal reißt, wird es wieder fein verknotet (u.re.).

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Wer weiß schon, wie Bouclé (franz. Haarlocke) entsteht? Ein Garn mit Knoten , Noppen und Schlingen (li. und u.), das zu Stoffen verarbeitet, durch die Madame Chanel zu Weltruhm gelangte.

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labastide Sicher denkt nicht nur die Frauenwelt bei Kleidung an die Haute Couture aus Paris. Chanel hat die Modewelt ebenso geprägt wie Christian Lacroix, Dior und Jean Paul Gaultier. Viele Stoffe ihrer Kreationen (rechts ist der Stoff für ein Chanle-Kostüm zu sehen) sind in den Webereien von Labastide-Rouairoux entstanden.

Seit 1993 zeigt das Textilmuseum dieses Know-How und vor allen Dingen das technische Erbe seit dem 16. Jahrhundert im Departement Tarn im Süden Frankreichs. Einen entscheidenden Einfluss hatte ebenfalls die industrielle Revolution im frühen 19. Jahrhundert für die Textilproduktion in dieser Region wie der Aufstieg der Nachbarstadt Mazamet als Zentrum der Pelzverarbeitung.

Über 600 Woll- und Stoffproben zeigen die Farben- und Materialvielfalt; Bücher vertiefen das Gesehene.

Und wer mehr Zeit hat als einen einzigen Besuch, kann in Workshops tief in die Geheimnisse der Seidenraupenzucht eintauchen. Oder mit den Materialien selbst kreativ Garne und Stoffe gestalten. Wie wäre es mit einem Webkurs um zu erfahren, wie Perlen, Bänder, Leder und Bast verwebt werden? Und wie Naturstoffe einem weißen Material Farbe einhauchen, kann auch miterlebt werden.

labastide labastide Links:
Keine Hexenküche, sondern das Farblabor.

Rechts:
Es sind noch viel mehr Farben und Garne, die einfach nicht alle auf dieses Bild passen.

labastide Nun möchte ich an dieser Stelle aber nicht die Technik erklären, sondern die Bilder sprechen lassen. Also: Einfach den Faden aufnehmen und zu einen Garn spinnen.

Die Fäden der einzelnen Garnrollen treffen im Webstuhl aufeinander und es sieht aus wie Spinnweben (im wahrsten Sinne des Wortes).

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Links:
Ein Schiffchen. Oft so schnell, dass man es gar nicht sieht.

Rechts:
Spannfäden

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Links:
Schon gut 100 Jahre alt; läuft aber immer noch.

Rechts:
... & da soll noch jemand durchfinden?!

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Die Dame aus den Museum zeigt, wie man Baumwolle und Leinen zu diesem Stoff verwebt.

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Links:
Kleider machen Leute.

Rechts:
Oh je, ein Loch !!!

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Links:
Schwarz ist nicht gleich schwarz.

Rechts:
Tradition in Labastide-Rouairoux



Hier geht es zur Website vom Musée départemental du Textile

Langsam kommt auch bei uns das Hungergefühl auf und wir fahren zurück nach Mazamet. Das Auto parken wir kostenlos in einer kleinen Gasse im Centre Ville geparkt.

Am Square Gaston Tournier liegt das Le Grand Balcon. Wir finden einen Platz draußen vor dem Restaurant und genießen dann Entrecote mit einem Camembert (Hubert) und einen Salat mit Ziegenkäse und Lammcarree (Uta).
Dazu gab es gebratene Kartoffelspälten und geschmorte Möhren und geschmorte halbe Tomaten.

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Kurz vor Mazamet liegt auf einem Hügel die alte Siedlung Hautpoul. Sie gilt als Keimzelle von Mazamet. Heute ist es nur noch eine  Burgruine mit super Blick auf die Stadt und die Berge.

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