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Frankreich - Castres

Alte Häuser; idyllisch am Flüsschen Agout gelegen

Letzte Nacht regnete es und es hat sich abgekühlt. Wir haben deshalb erst einmal in aller Ruhe gefrühstückt und die Abfahrt auf 10.00 Uhr gelegt. Bis Castres sind es 45 km und da ist diese Abfahrtszeit früh genug. Wir fahren über Landstraßen in die  Montagne Noir.

Es nieselt leicht, aber der Nebel wird stärker, je höher wir kommen. Mittlerweile sind wir 700 m hoch. Aber es ist ruhig auf den Straßen, die uns durch den Parc Naturel Réginal du Haut-Languedoc und über die Berge hinweg führen.

castres Die Gründung von Castres (stammt vom lat. Wort ‚castrum‘ ab, was ‚befestigter Ort‘ heißt) geht auf das Jahr 648 zurück. Hier stand eine Benediktinerabtei und der Jakobsweg führte daran vorbei.

1271 kam Castres unter die Herrschaft der französischen Krone.

1317 wurde die Stadt Bischofssitz.
Dann kam eine Zeit des Niedergangs; 1375 wohnten nur noch knapp 4000 Menschen hier.

1519 fiel die Stadt wieder an die Krone zurück.

1530 konvertierte Castres zum Protestantismus und der Handel blühte auf. Pelze, Leder und Wolle wurden hergestellt.

castres Die Bevölkerung wuchs wieder an, aber viele Protestanten verließen die Stadt aufgrund eines Ediktes.

Während der Französische Revolution wurde Castres dem Bistum Albi unterstellt.

Im 19. Jahrhundert erlebte der Ort wieder einen Aufschwung; es gab 50 Wollmanufakturen und die industrielle Textilverarbeitung begann.

Später aber ging es wieder abwärts.

Heute ist Castres landwirtschaftlich geprägt und die einzige französischer Stadt ihrer Größe, die nicht an das Autobahnnetz angeschlossen ist.

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Wir finden schnell einen Parkplatz in Castres direkt am Quai du Carras (o.) und bummeln dann durch die Altstadt. Über den Place Jean Jaurès, zum RathausMuseum Goya und dem  Jardin de l'Evêché.
1700 wurde der Garten (u.) angelegt. Kleine Buchsbaumhecken rahmen die Beete mit bunten Blumen ein. Die Wege knistern unter den Schuhen, wenn man über den Kies läuft.

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Langsam kommt Hunger auf und wir bummeln zurück zum Marktplatz (o.) und schauen uns um, wo die Rue de Trois Rois abgeht.

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castres castres Denn dort in der Rue de Trois Rois No. 18 zieht es uns hin: in das  Fischrestaurant  Le Pescadou

Nach dem Studieren der Speisekarte steht nun folgendes auf dem Tisch:

Eine Fischplatte mit gebackenen Kartoffeln, überbackene Meeresfrüchte mit Reis. Dazu Rotwein.

castres castres

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Langsam wollen wir uns nun auf den Heimweg machen. Noch etwas frisches Obst und Tomaten, Käse und Oliven, dann haben wir unseren Einkaufszettel abgearbeitet.

Zurück geht es wieder über Nebenstraßen. Die Landschaft ist sehr schön und wir sind gemütlich durch sie hindurch gefahren.

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