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Frankreich - Carcassonne

die Cité erhebt sich hoch über der Stadt

Unser erster Besuch während des Urlaubs in Südfrankreich hierher nach Carcassonne ist eigentlich nicht für heute geplant (unser Ziel ist/war das Meer), aber es kommt manchmal anders als man denkt.

Nämlich deshalb:
Unser von Zuhause mitgebrachtes Navi funktioniert nicht mehr. Selbst im Auto angeschlossen, lässt es sich nicht in Gang setzen. Es muss kaputt sein …

Also fahren wir erst einmal ohne los bis zur nächsten Tankstelle in Saissac. Der Tankwart dort erklärt mir auf meine Frage, wo ich ein neues Navigationsgerät kaufen kann, ich soll nach Carcassonne zu L’auto Leclerc (man verzeihe mir die Schleichwerbung) fahren. Da bekommt man alles.

Dort angekommen, haben wir schnell das Navi (von einem namhaften weltweiten Navi-Hersteller) gefunden, das wir haben wollen. Super! Und die mehrsprachige Gebrauchsanweisung versetzt uns umgehend in die Situation, mit unserem neuen „Nüvi“ – so heißt es nämlich – perfekt jeden Ort zu finden, wo wir hinwollen.

Da wir nun schon mal im Industriebereich von Carcassonne sind, soll es auch rein in die Stadt gehen. „Feuerprobe“ für unser Nüvi.

carcassonne carcassonne Schnell finden wir den anvisierten  Parkplatz in der Nähe der Ponte Vieux (li.), der dazu auch noch einen leeren Standplatz für uns hat.
Dem Nüvi haben wir "gesagt", wo wir parken.

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Nun bummeln wir los Richtung Cité. Wir sind nicht die Einzigen, die in die Altstadt wollen, doch trotzdem ist es auf dem Weg dorthin noch einigermaßen ruhig um uns herum. Wir schlendern durch die  Gassen (o.re.), immer unserem Ziel näherkommend.

Schon von weither ist die Cité sichtbar, sie erhebt sich hoch über der Stadt und die Zinnen und Türme sind nach wie vor das Wahrzeichen von Carcassonne; die Cité ist auch 1997 zum Weltkulturerbe durch die UNESCO ernannt worden. Sie ist Europas größte Festungsanlage. Jährlich strömen fast 3 Millionen Besucher durch die beiden Befestigungsmauern in die Altstadt hinein.

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Bereits im 6. Jahrhundert von unserer Zeitrechnung siedelten an dieser exponierten Lage Menschen. Später folgten ihnen die Römer, die im 3. Jahrhundert n.Chr. eine Stadtmauer errichteten.

Es war dann im 12. Jahrhundert, als das Schloss erbaut wurde, doch ein Jahrhundert später ging die Stadt nach dem Albigenserkreuzzung auf die Krone über.

Die Stadtmauern wurden erweitert und Carcassonne wurde zur Festung ausgebaut.

Noch heute erstreckt sich der Schutzwall auf einer Länge von 3 km um die Altstadt herum. 52 Türme schützten einst die Menschen, die in der Altstadt lebten. Heute sind es noch 120 Einwohner. Dazu kommen Kunsthandwerker und Händler.
Sie müssen sicher nur vor den vielen Touristen „geschützt“ werden … (lach)

Wir lassen uns einfach durch die Gassen treiben und finden überall Fotomotive. Die vielen Menschen um uns herum stören (fast) nicht mehr.

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Da sind die kleinen Geschäfte, in denen es soooo viele Leckereien gibt.

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Links: Wie wäre es mit einem "Wein aus Hamburg"?

Rechts: ... & ein solches Sommerkleid hängt jetzt auch in meinem Schrank.

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carcassonne carcassonne Die heutige Basilika St. Nazaire und St. Celse (Basilique Saint-Nazaire-et-Saint-Celse de Carcassonne) war ursprünglich eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Davor gab es an dieser Stelle vermutlich einen Dom aus dem 6. Jahrhundert, von dem aber keine Spuren mehr vorhanden sind.

Durch diverse An- und Umbauten zeigen sich heute der Chor und das Querschiff als gotisches Bauwerk.

Das Gotteshaus verlor 1803 den Status einer Kathedrale, wurde aber 1898 durch den Papst zur Basilika geweiht.

Das Eingangsportal ist im 12. Jahrhundert entstanden; Kapitelle zieren es (re.)

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Innen fallen sofort die Rundbögen der Seitenschiffe auf und das Tonnengewölbe. Alles wirkt dunkel. Nur die bunten Glasfenster lassen das Tageslicht herein.

Und das Licht bricht sich auch in dem Rosenfenster (li.) an der Südseite. Im 14. Jahrhundert entstanden, zeigt es das bischöfliche Wappen.

Die Farben sind heller als die Rosette an der Nordseite der Basilika.

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Der Chor wird durch fünf Kirchenfenster (li.) aus dem 13. bis 19. Jahrhundert erhellt. Dargestellt sind Szenen aus dem Leben des Messias.

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Ein weiteres sehr schönes Fenster (li.) ist in der Kapelle der Jungfrau Maria zu sehen; es stellt den Jesse-Baum dar, die Christen als Nachfahren Christus. Das Ende des 13. Jahrhunderts entstandene Fenster besteht aus 24 Scheiben, die jeweils eine Person darstellen.

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Die Orgel der Basilika wurde oft um- und ausgebaut. 1637 wurde mit der Errichtung begonnen. Aus dieser Zeit stammt das hölzerne Mittelteil. 1680 wurde sie neu aufgebaut und um 1775 erneut erweitert.

Nach Renovierungen zwischen 1900 und 1904 erfolgte eine große Restaurierung 1982/85. Dabei wurde auf Detailgenauigkeit großen Wert gelegt, besonders bei den Pfeifen.

carcassonne Natürlich stellt sich auch der Hunger ein. Aber wo geht man hin bei den vielen Restaurants, die sich hier in der Cité befinden?

Gehen wir doch ins Comte Roger. Auch unser Reiseführer vom Michael Müller Verlag empfiehlt dieses Restaurant. Warum eigentlich dann nicht.

carcassonne Wir haben Glück und bekommen einen Tisch unter der mit Blättern begrünten Pergola im hübschen Vorgarten des Restaurants. Um uns herum wird es gleich ein wenig ruhiger; die Hecke schirmt etwas das Getümmel in den Gassen ab.

Die Speisekarte kommt und bald stehen ein Cassoulet (für Hubert) und Entenbrust mit Honigsoße und Artischocken (für mich) vor uns.

Rotwein, Wasser und Espresso runden alles ab, nachdem wir am Dessert nicht vorbei kommen.
Lecker, aber ein bisschen teuer …

Irgendwann geht dann unser erster Besuch in Carcassonne zu Ende und wir hoffen, dass auch unser Nüvi den Weg zurück nach Cenne-Monestiés findet.

Zu Hause in unserem Ferienhaus habe ich dann das Navigationsgerät an den Laptop angeschlossen und erst einmal die Gebrauchsanweisung gelesen und über das USB-Kabel vollständig aufgeladen, damit es die nächsten Wochen uns hier in Südfrankreich sicher von Ort zu Ort geleitet.


carcassonne carcassonne Carcassonne steht mehrmals auf unserem Besuchsplan. So gibt es auch typische Bilder eines typischen Marktes auf dem Spuare Gambetta (zwischen Cité und Ville Basse, der Unterstadt).

Der Square ist eigentlich ein Platz, auf dem man auch parken kann und das rund um die Uhr. Das wollen wir auch, aber sonnabends zwischen 06:00 und 15:00 Uhr ist Markt und kein Parkplatz. Also suchen wir uns einen anderen Parkplatz. Den haben wir an der Rue de Verdun am Place Davilla gefunden.

Und nun gehen wir einkaufen ...

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Später bummeln wir wieder rauf in die Cité. Es wird Zeit, wir haben Hunger. Den stillen wir mit Omelettes in einem der vielen Restaurants am Place Marcou la Cité, dem  Le Menestrel.

Wir essen Omelette mit grünem Salat; Hubert mit Schinken und Zwiebeln, Uta mit Käse und Champignons. Natürlich darf hinterher der Espresso nicht fehlen.

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