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Deutschland - Quedlinburg

... im Frühling

Harzstädtchen wurde Welterbe der UNESCO

wappen Es ist einer dieser ersten schönen Märztage mit viel Sonne, an dem man einfach nicht zu Hause sitzen möchte. Also haben wir uns ins Auto gesetzt und sind rund rund 120 km nach Quedlinburg gefahren. Quelinburg ist mit seinen fast 1300 alten Fachwerkhäusern ein Flächendenkmal in Deutschland und steht seit 1994 auf der Liste „Welterbe der UNESCO“. Viele der Fachwerkhäuser erstrahlen bereits wieder in altem Glanz und sind restauriert. Kleine Geschäfte sind eingezogen, oder zu Wohnhäusern geworden.

Mit dem Auto ist der große Parkplatz am Marschlinger Hof ohne Probleme zu finden. Für uns beginnt nun ein Bummel durch die Gassen der Stadt. Mit von der Partie ist unser Dackel Caesar (das erzähle ich deshalb an dieser Stelle, weil damit für uns Museums-, Kirchen- und Schlossbesuche nicht eingeplant sind).

Doch es ist noch zeitig am Tag, als wir den Marktplatz erreichen. Die Sonne im Osten strahlt das Rathaus noch nicht an. Aber das kleine Café nebenan bekommt bereits die Sonnenstrahlen ab. Deshalb gibt es für uns erst einmal ein zweites Frühstück und heißen Kaffee (u).

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quedlinburg quedlinburg Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das 1310 erstmals in den Urkunden erwähnte Rathaus im Renaissancestil umgebaut und erhielt das große Eingangstor. Rund 200 Jahre später kamen die beiden Seitenflügel hinzu.

Es war dann 1869, als der eiserne Roland (zerstört 1477) wieder errichtet wurde und seinen Platz neben der Eingangstreppe des Rathauses fand.

quedlinburg Die Sonne strahlt und das Eingangstor zeigt sich imposant mit dem Wappen darüber.

quedlinburg quedlinburg Nun geht es aber los mit unserem Bummel durch die Gassen mit ihren Fachwerkbauten aus mehr als sechs Jahrhunderten. Als wir das andere Ende des Marktplatzes erreichen, blicken wir zurück auf das Rathaus und die dahinter stehende Marktkirche St. Benedikti. Die spätgotische Hallenkirche ist heute evang. Pfarrkirche.

Und wir stehen auch an der Figurengruppe der Münzenberger Musikanten, 1976 geschaffen von dem Quedlinburger Künstler Wolfgang Dreysse. Einst war diese Musikgruppe aus dem Kulturleben der Stadt nicht wegzudenken.

Es war 994, als Otto III. seiner Tante Mathilde das Markt-, Münz- und Zollrecht verlieh. Mathilde war Äbtissin des Frauenstiftes auf dem Schlossberg.

Uns zieht es hinauf auf den Schlossberg. Zumindest einen Blick von außen wollen wir auf das Schloss und die tausendjährige romanische Stiftskirche werfen. Die Basilika aus Sandstein wurde 1129 geweiht. Lombardische Einflüsse sind in der Fassade zu erkennen.

Um die Kirche herum stehen die ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsräume der Äbtissinnen und der Angestellten des Damenstiftes. Heute befindet sich in den Räumen des Renaissanceschlosses das Städtische Museum. Nach der Aufnahme durch die UNESCO kam auch die Hilfe zum Erhalt und der Restauration des Schlosses und der Fachwerkhäuser. Allerdings bedurfte das Schloss auch schon in den früheren Jahrhunderten Hilfe bei der Restaurierung, z.B. der Statik und der Sandsteinwände. Auch die Modernisierung der Kanalisation und der Ableitung des Regenwassers trugen zur Sanierung des Schlosses bei.

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quedlinburg quedlinburg Wir stehen unterhalb des Schlosses auf dem Schlossplatz. Dabei fällt der Blick hinüber zu einem bunt dekorierten Fachwerkhaus. Schaut man genauer hin ist zu lesen: Käsekuchenhaus. Ob wir es wohl bei diesem Besuch in Quedlinburg schaffen, nachmittags ein groooßes Stück Käsekuchen zu essen? (schmunzel)

Gleich links daneben steht das Klopstockhaus, benannt nach dem Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, der hier 1724 geboren wurde. Heute ist das Haus im Denkmalsverzeichnis der Stadt aufgenommen und zu Ehren des Dichters ist ein Museum eingezogen.

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Wir bummeln zurück Richtung Altstadt und Markt. Dabei kommen wir zum Finkenherd. Hier steht ein sehr altes Fachwerkhaus der Stadt. Winzig klein, ohne das Grün eines Gartens; man kann ganz herum laufen.

Der Legende nach soll an dieser Stelle im Jahre 919 dem Sachsenherzog Heinrich während des Vogelfangs die deutsche Königswürde angetragen worden sein.

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Typisch für den Niedersächsischen Stil, ab Mitte des 16. Jahrhunderts, sind die Sonnenornamente auf den Dreiecksfeldern an den Ständerfüßen. Balkenköpfe werden rollenförmig gestaltet.

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Langsam meldet sich aber auch der Hunger. Super, denn wir stehen vor dem Pfannkuchenhaus (li). Die Sonne strahlt immer noch und so freuen wir uns über einen Tisch im Innenhof des Cafés. Pfannkuchen mit Eis und Pfirsichstücken und/oder mit Apfelmus, Sahne, Zimt und Zucker ...

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Auf unserem Bummel kommen wir auch an der Rathausapotheke vorbei, die nach dem Umbau des Rathauses 1615 abgebrochen und am Kornmarkt wieder aufgebaut wurde.

Dabei fällt auch wieder mal der Blick auf St. Benedikt
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Es wird Zeit; wir müssen wieder nach Hause fahren. Es ist aber sicher nicht das letzte Mal, dass wir nach Quedlinburg kommen.

Dann werden auch weitere alte Denkmal geschützte Fachwerkhäuser im neuen Glanz erscheinen.

Zum Schluss noch eine Bitte (nicht nur von unserem Dackel Caesar) an alle Hundebesitzer. Welche Bitte? Einfach mal das Bild anklicken …

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