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Deutschland - Kloster Loccum


Loccum 



Loccum
Das ehemalige Zisterzienserkloster liegt in Niedersachsen nahe dem Steinhuder Meer. Es geht auf den Grafen Wilbrand zurück und wurde 1163 von einem Abt und 12 Mönchen aus Volkenroda errichtet. Noch heute verbindet der Pilgerweg Loccum-Volkenroda das Kloster mit dem in der thüringischen Stadt Volkenroda gelegenen.

Kloster Loccum gilt ein eines der besten erhaltenen Zisterzienser-Klöster nördlich der Alpen und gehört heute zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. Die Gebäude werden als Predigerseminar und Tagungshaus genutzt.

Es ist ebenfalls ein Ausflugsziel.

2013 feierte das Kloster Loccum sein 850-jähriges Bestehen unter dem Leitmotiv „Wort halten“.

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Vom Parkplatz aus führt uns der Hanns-Lilje-Weg hin zur Kirche und den Gebäuden im Klosterbereich (li).

Das Pilgermal mit seinen drei Säulen "Anfang und Ende"  (re)

Die Kalksteinskulptur wurde anlässlich der EXPO 2000 in Hannover hier aufgestellt und verbindet Loccum mit dem Mutterklöster in Volkenroda.

Die zweite Hälfte des Pilgermals mit vier Säulen steht in Volkenroda; zusammen bilden sie einen Ring.

Während es in den Gründerjahren - liest man in den historischen Schriften - ein "Ort des Schreckens" war, haben die Mönche nicht aufgegeben und Kälte, Hunger und Durst, sowie Einsamkeit getrotzt.

Mit dem Bau der Kirche wurde aber erst 1240 begonnen.

Bis dahin haben die Mönche ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft verdient. Aber bereits im Mittelalter konnte das Kloster weitere Ländereien und Gebäude in Hannover erwerben. Loccum unterstand dem Papst und dem Schutz des Reiches; es führte den Titel eines Freien Reichsklosters.

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Im 14. Jahrhundert allerdings spitzte sich die wirtschaftliche Lage zu; Ländereien wurden abgestoßen, um den Unterhalt der 20 Mönche zu gewährleisten.

Erst im 15. Jahrhundert verbesserte sich die Lage des Klosters. Ein neuer Abt übernahm die Führung; eingesetzt vom Gründungskloster Volkenroda. Nach und nach öffnete sich das Kloster und auch Bürgerliche konnten eintreten.

Es war 1585, als das Kloster unter die Hoheit der Welfen kam. Ende des Jahrhunderts wurde es dann lutherisch. Mit dem Übergang in die evangelische Kirche legten die Mönche das Gelübde der Armut ab, des Gehorsams und der Keuschheit. Sie hatten das Recht der Heirat. Der Konvent behielt aber das Klostererbe bei.

Loccum Sehr gut erhalten ist die aus spätromanischer Zeit stammende Klosterkirche St. Maria und Georg (heute Pfarrkirche St. Georg) mit einem Taufstein aus dem Jahr 1601 und einem Kreuzgang.
In den Jahren 2010 bis 2012 wurde sich aufwendig saniert; die Statik gesichert und eine neue Orgel eingebaut.

Treten wir also ein ...

Loccum

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Bereits 1417 wurde wohl die erste Orgel aufgestellt. Weitere folgten um 1599 sowie in 18. und 19. Jahrhundert.

1947 wurde die damalige Orgel durch Brand zerstört.

Erst 1956 wurde mit dem Bau der neuen Orgel begonnen; Fertigstellung war dann 1963.



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Das Kirchenfenster (li) von innen; Licht lässt es strahlen.

Steinplatten (u) erzählen Klostergeschichte(n) ...

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Loccum Loccum„Wort halten“

Dieses Grußwort von Landesbischof Ralf Meister steht über den mehr als 100 Veranstaltungen zum 850-jährigen Bestehen vom Kloster Loccum.
Veranstaltungen mal nachdenklich, mal feierlich, mal fröhlich. Veranstaltungen für Jung und Alt.
Von März bis Oktober 2013 sind viele Menschen den Einladungen zum Jubiläum nach Loccum gefolgt.

Auch ich bin mit Freundinnen zu einer solchen Veranstaltung gefahren. Wir haben uns in der Klosterkirche „Die Lieder der Briefkästen“ angehört; ein Abend der besonderen Art von Gerhard Schöne und dem Postmodernen Swing-Terzett.
Was man alles aus alten Briefen und Postkarten „singen“ kann, hat Schöne mit sehr viel Humor und Einfühlungsvermögen vor dem Hochaltar seinem Publikum vorgetragen.

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