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Deutschland - Hamburg

wappen Mit einer kleinen Gruppe LandFrauenFreundinnen bin ich mit dem Niedersachsen-Ticket nach Hamburg gefahren, um gemeinsam mit Ihnen das Gewürzmuseum am Sandtorkai zu besuchen. Auf 350 qm duften uns mehr als 900 Exponate aus den letzten fünf Jahrhunderten entgegen.

Stilgerecht ist eine kleine Tüte Pfeffer unsere Eintrittskarte …

Lustig geht es bereits auf der Bahnfahrt zu, bevor wir am Hauptbahnhof in Hamburg ankommen. Bis zum Gewürzmuseum sind es jetzt 1,8 km.

hamburg Aber zuerst einmal wollen wir unseren Hunger stillen. Doch wo finden wir unter den unzähligen Restaurants in der Hansestadt das richtige Lokal für uns? Super nett erwies sich da mein Kontakt zum Gewürzmuseum. Ich hatte unsere kleine Gruppe vorher angemeldet und auch um Fotogenehmigung gebeten, damit ich meine Bilder bedenkenlos auf meiner Website einstellen kann. Anja Taeger vom Gewürzmuseum hat mir dann nach einem netten Telefonat viele Insidertipps für das Mittagessen genannt. Danke auf diesem Wege für Fotogenehmigung und Restaurantliste.

Aber wir sind nicht nur in Hamburg, um einen ‚scharfen‘ Besuch im Gewürzmuseum zu machen, sondern wir haben auch Zeit für einen Bummel durch die Speicherstadt hin zum Michel und weiter Richtung Rathaus.

Die Speicherstadt ist ganz auf Eichenpfählen errichtet. Mit dem Bau begann man 1883; eine Gruppe von 15 Ingenieuren, 24 Architekten und Bauzeichner waren für die Planung erforderlich Seit 1991 steht der größte Lagerhauskomplex der Welt unter Denkmalschutz. Das 26 ha große Gebiet erstreckt sich zwischen den ehemaligen Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm.

Um einen reibungslosen Verkehr über die Wasserstraßen zu gewährleisten, gehören acht Brücken in das Straßenbild der Speicherstadt.

hamburg hamburg
Links: Blick von der Poggenmühlenbrücke auf den Zusammenfluss von Holländischerbrookfleet (li.) und Wandrahmsfleet (re.).

Rechts: Neuerwegsbrücke, Verbindung zwischen Wandrahm und Sandtorkai, über den St.Annenfleet, in Verlängerung der Straße Pickhuben.

Hamburg wurde 1871 ein Bundesstaat des Deutschen Reiches und das Zollanschlussabkommen von 1881 trat zwischen Hamburg und dem Deutschen Reich in Kraft. So schlug die Geburtsstunde der Speicherstadt, die die Privilegien der Hamburger Kaufleute sicherstellte; Importe konnten zollfrei eingelagert, veredelt und verarbeitet werden.

1888 wurde dann die Speicherstadt durch Beitritt Hamburgs zum Deutschen Zollverein Freihafengebiet.

hamburg Damit der Bau der Speicherstadt überhaupt begonnen werden konnte, mussten ganze Straßenzüge aus dem 16. Jahrhundert abgerissen werden. Fast 20.000 Menschen wurden umgesiedelt. Es wurde das Wort von der „Freien und Abrissstadt Hamburg“ geprägt.

Kaiser Wilhelm II weihte die Speicherstadt 1888 feierlich ein; doch erst zu Beginn des Ersten Weltkrieges war die Bauphase endgültig beendet.

Leider wurden im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe die Hälfte der Bauten zerstört; der in weiten Teilen originalgetreue Wiederaufbau fand seinen Abschluss 1967.

Heute findet man in den Speicherhäusern nur noch Teppichhändler; alle anderen Kaufleute sind mit der Verlegung der Freihafengrenze umgezogen. Dafür sind in die alten Gemäuer zahlreiche Museen eingezogen wie das hier im Reisebericht vorgestellte Gewürzmuseum.

hamburg Wer jetzt die Speicherstadt besucht, trifft nicht mehr auf Händler, sondern auf Hamburger und Besucher, die gleichermaßen vom Flair dieses Stadtteils begeistert sind.

Nun wird es aber Zeit, dass wir uns auf den Weg unserer Entdeckunstour machen.
Allerdings nehmen wir nicht das Fahrrad, das dort oben auf dem Balkon 'parkt', sondern gehen zu Fuß.
Wer mitgehen möchte - zumindest virtuell - klickt einfach auf die entsprechenden Links.

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