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... hat ein Museum, eine Mühle, keinen Bahnhof & gehört zu Uetze

museumHeimatmuseum Eltze – Blick in die Geschichte unseres Dorfes

Es war Wilhelm Möhle (von 1996 bis 2008 Vorsitzender des Heimatvereins Eltze), der mich in das Heimatmuseum bei uns in Eltze einlud und er hat viel zu erzählen über unser Dorf, die Geschichte und Geschichten über die Eltzer.

Man kann es als Glücksfall bezeichnen, dass das Museum vor rund 10 Jahren Platz in der ehemaligen katholischen Kirche in der Breslauer Straße gefunden hat. Wo einst Kanzel und Kirchenbänke standen, kann der Besucher in der Küche unserer Großeltern Platz nehmen. Erinnerungen werden bei den Älteren wach, wenn sie an den Vitrinen mit mechanischen Schreib- und Rechenmaschinen vorbeigehen.

museum eltze Und unsere Kinder und Enkelkinder werden staunen, wenn sie Uromas Küchenherd sehen. Woher wissen die Kleinen, dass Butter nicht aus dem Supermarkt kommt, sondern früher im Butterfass selbst gemacht wurde?

eltze museum

Der Eltzer Heimatverein wurde 1982 gegründet und hat heute rund 160 Mitglieder, die sich regelmäßig im Museum treffen, um über Vereinsarbeit zu sprechen, die vielen Exponate zu sichten, Ordner voller Dokumente zu katalogisieren und Veranstaltungen zu organisieren.

Und ich war erstaunt, als mir Wilhelm Möhle einen kleinen Webstuhl zeigte, auf dem viele weiße und einige rote Kettfäden gespannt waren. Was mag das wohl werden? Sieht aus wie ein ...

Putztuch made in Peine

eltzeEs war 1892, als die ersten Scheuertücher in der Mechanischen Baumwoll-Abfallspinnerei und –weberei für die Wischeimer unserer Großmütter und Urgroßmütter gewebt wurden. Hugo Schaffeld hat mit sechs Arbeitern die Produktion in seiner Fabrik in Peine, Woltorfer Straße begonnen. Bereits kurz vor dem ersten Weltkrieg fertigten 80 Mitarbeiter Putztücher aller Art, sicher zur Freude vieler Hausfrauen.

Als die Söhne dann die Firma übernommen haben, stieg die Mitarbeiterzahl auf fast 300.

museumAllerdings ließ die Nachfrage nach dem zweiten Weltkrieg ab und nur noch 173 Beschäftigte sind übrig geblieben und die beiden Inhaber Hugo und Sigurd Schaffeld schieden gemeinsam aus dem Leben.

Völlig überaltert wurde dann im September 1975 die Produktion in Peine endgültig eingestellt.

(Quelle: Zechel, Geschichte der Stadt Peine, Bd. III, S. 210 f.)

An dieser Stelle mein Dank an Michael Utecht von Kreismuseum Peine für diese Informationen.

Viel ist in den Medien über die Familie des Webmeisters Hugo Schaffeld nicht zu finden; die Herren waren vermögend, haben dieses nicht gezeigt und sich sehr "lautlos" in Peine und auch in der Belegschaft verhalten.

Der Webstuhl ist immer noch einsatzbereit. Aber wer benutzt noch solche Putztücher? Heute nehmen wir solche aus Mikrofaser und wenn sie unansehnlich werden, schmeißen wir sie einfach weg. Im Supermarkt gibt es ja neue …

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