Inhaltsverzeichnis Deutschland

Deutschland - Kloster Ebstorf

Zum Güttler-Konzert in die Klosterkirche

ebstorf Wie schon seit vielen Jahren so führt auch 2010 Prof. Ludwig Güttler wieder eine Konzertreise ins Celler Land. Was allerdings bislang im Kloster Wienhausen viele Musikliebhaber begeistert hat, wurde in diesem Jahr aus aktuellem Anlass (in Celle findet 2010 zum 30. Mal der Tag der Niedersachsen statt) in die Klosterkirche nach Ebstorf verlegt. Also fahren auch wird durch die Heide in das Schwienautal.

Das Konzert beginnt um 17:00 Uhr und eine Stunde vorher wird die 1411 fertiggestellte Klosterkirche für die Zuschauer geöffnet. Bereits im Vorfeld hatte ich in Gesprächen mit Sigrid Kühnemann, vom Freundeskreis zur Förderung der Frauenkirche Dresden, um eine Fotogenehmigung während des Konzertes gebeten. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken.

Sigrid Kühnemann engagierte sich mit dem Freundeskreis für den Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden und nun, nach der Fertigstellung, für den weiteren Erhalt.

Das ebenfalls sehr große Engagement Ludwig Güttlers hat dazu geführt, dass Sigrid Kühnemann die Konzerte im Celler Land schon seit mehr als 10 Jahren organisiert und begleitet.

ebstorf ebstorf

ebstorf ebstorf
17:00 Uhr; unter Applaus wird Ludwig Güttler und sein Bläserensemble in der Klosterkirche nicht nur vom Publikum begrüßt, sondern auch von Sigrid Kühnemann.

Wie immer interessant und manchmal auch ein wenig gewagt war die gekonnte Konzertfolge von so unterschiedlichen Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Anton Bruckner, Tylman Susato, Moritz Landgraf von Hessen, John Dowland, Giovanni Battista Sammartini, Constanzo Antegnati, Samuel Scheidt und William Brade.„Sachsens Glanz im Celler Land“ wird als Headline dem Konzert voll gerecht; ein Hörgenuss besonderer Art.

ebstorf ebstorf

Was soll ich anderes schreiben. Natürlich kann Ludwig Güttler nicht ohne Zugabe die Kirche verlassen. Und es bleibt nicht bei einer.

ebstorf ebstorf Das Konzert war ein Erlebnis für Ohren und Augen, denn die Kirche ist ein gotisches Kleinod. Das linke Bild zeigt den zur Kirche hin offenen Nonnenchor.


Das Kloster Ebstorf wurde 1160 gegründet; nachweislich findet man in den Geschichtsbüchern einen Eintrag über das Kloster aus dem Jahre 1197. Es ist eines von sechs Lüneburger Klöstern, die nach der Reformation evangelische Konvente wurden.

Als nach einem großen Brand im 12. Jahrhundert die Benediktinerinnen nach Ebstorf kamen, machten Sie das Kloster zu einem Marienwallfahrtsort.

ebstorf ebstorf

Die im 14. Jahrhundert erbauten Gebäude sowie die Hallenkirche und Nonnenempore sind im Stil der Backsteingotik errichtet worden und haben sich bis heute erhalten.

Der ebenfalls im 14. Jahrhundert entstandene Kreuzgang zeigt in 15 Fenstern farbige Glasbilder eines Heilsspiegels. In jedem dieser Fenster ist jeweils ein Ereignis des Alten und Neuen Testamentes bebildert.

Im 15. Jahrhundert wurde dann die Propstei erbaut und im Jahr 1529 machte der Celler Welfenherzog Ernst der Bekenner aus dem Kloster ein evangelisches Damenstift; bis heute unter der Leitung einer evangelischen Äbtissin.

ebstorf ebstorf

Große Berühmtheit erlangte das Kloster durch die Ebstorfer Weltkarte aus dem 13. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um eine Landkarte mit den zur damaligen Zeit bekannten Erdteilen und Ländern. Sie dokumentiert das christliche Weltbild des ausgehenden Mittelalters, wobei Jerusalem als Mittelpunkt der Welt dargestellt wurde.

Es war 1830, als die lange verschollene Weltkarte in der Abstellkammer des Klosters wiedergefunden wurde.

Leider ist das Original 1943 bei einem Luftangriff in Hannover verbrannt, aber eine originalgetreue, 13 qm große Kopie ist heute in Ebstorf zu sehen.

Wir haben anlässlich dieses Besuches in Ebstorf auch eine Führung durch das Kloster gemacht, wobei fotografieren nicht erlaubt ist.
Deshalb möchte ich einige Bilder aus dem Klostergarten zeigen.

ebstorf ebstorf

ebstorf
Kloster Ebstorf

Kirchplatz 10
29574 Ebstorf
Tel.: 05822 - 2304

Öffnungszeiten:
1. April bis 15. Oktober:
Di.-Sa. 10.00 bis 11.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr

So. und an kirchlichen Feiertagen vormittags eine Führung um 11.15 Uhr, nachmittags 14.00 bis 17.00 Uhr.
Führungen erfolgen fortlaufend. 16. bis 31. Oktober jeweils nur eine Führung um 14.00 Uhr.
Gruppenanmeldung unbedingt rechtzeitig erforderlich! (Dauer der Führungen 75-90 Minuten). Montags geschlossen. Karfreitag geschlossen.

Da es derzeit keine Website vom Kloster gibt, können weitergehende Informationen nur telefonisch erfragt werden.

Inhaltsverzeichnis Deutschland