Inhaltsverzeichnis Deutschland

Deutschland - Braunschweig

wappen... die Löwenstadt

Braunschweig (Brunswiek) ist mit rund 250.000 Einwohnern nach Hannover die zweitgrößte Stadt in Niedersachsen.

Bereits im 9. Jahrhundert liegen die Ursprünge der Stadtgeschichte. Heinrich der Löwe machte dann aus ihr eine mächtige Handelsmetropole; Braunschweig gehörte ab dem 13. Jahrhundert zur Hanse.

Es war 1946, als Braunschweig nicht mehr die Hauptstadt des gleichnamigen Landes war, sondern in das Bundesland Niedersachsen eingegliedert wurde.

Braunschweig liegt nördlich des Harzes in Norddeutschen Tiefland; 65 km von Hannover, 35 km von Wolfsburg und 45 km von Hildesheim entfernt.

Braunschweig besteht aus 20 Stadtbezirken. Bereits 1933 wurde Riddagshausen eingemeindet.

Für uns ist Braunschweig „ganz in der Nähe“. Ab und zu sind die Schlossarkaden unser Einkaufsparadies und das Stadttheater uns kulturelles Ziel. Von beiden möchte ich jetzt ein paar Bilder zeigen.

Und wer etwas mehr über Geschichte(n) von der Löwenstadt lesen möchte, folgt einfach dem Link.

braunschweig braunshweig Mit dem Bau des Braunschweiger Schlosses wurde 1718 begonnen. Es diente von 1753 bis 8. November 1918 den Braunschweiger Herzögen als Residenzschloss.

Während dieser Residenzzeit brannte das Schloss 1830 nieder und ein zweiter Bau wurde 1941 unter Carl Theodor Ottmer, ein Schüler Schinkels, errichtet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss durch Luftangriffe schwer zerstört und 1960 vollständig abgerissen. Auf dem Gelände entstand der Schlosspark. Es dauerte dann bis 2004, und auch der Schlosspark wurde beseitig.

Nun entstand ein Einkaufszentrum an dieser Stelle; im Frühjahr 2007 wurden die Schlossarkaden ihrer Bestimmung übergeben. Herzog Friedrich Wilhelm "bewacht" wieder auf dem Sockel seines Denkmals (o.re.) den Platz und das neu geschaffene Gebäude.

Innen herrscht die Moderne vor, aber von außen ist wieder der Charme der alten Zeit auferstanden. Der Westteil des neuen Gebäudes nämlich wurde originalgetreu rekonstruiert und erhielt die Fassade des Ottmer-Baus von 1841.

Im April 2011 zog dann das Schlossmuseum in einen anderen Teil des Gebäudes ein.

braunschweig braunschweig

Der Neubau der Schlossarkaden wartet mit einigen Superlativen auf: 13.300 qm dienen kulturellen Zwecken der Stadt. Viele Kunstgegenstände sind wieder in das Schlossmuseum zurückgekehrt. Auch die im Krieg stark beschädigten Reiterstandbilder sind wieder an ihren ursprünglichen Standort aufgestellt worden.

braunschweig Dazu gehört auch die dritte Braunschweiger Quadriga mit der Brunonia, der Landespatronin des Herzogtums und Landes Braunschweig. Heute erhebt sie sich wieder auf den Zinnen des Gebäudes. Die Skulpturengruppe zeigt einen antiken zweirädrigen Streitwagen mit vier Pferden. Brunonia lenkt diesen mit der linken Hand. In der rechten Hand hält sie Feldzeichen mit einer lorbeerumkränzten Spitze und dem Buchstaben „W“ für Wilhelm.

In Deutschland gibt es vier Quadrigen:
Berlin auf dem Brandenburger Tor
München auf der Siegessäule
Dresden auf der Semperoper

Doch die in Bronze gegossene Quadriga in Braunschweig ist mit 25,8 Tonnenund einer Höhe von 9,2 m die größte Skulptur. Privaten Geldgebern und der Richard-Borek-Stiftung ist es zu verdanken, dass nunmehr auf den Schlossarkaden die dritte Quadriga auf Braunschweig herabsieht.

braunschweig Oft liegen Geschichte und Literatur dicht nebeneinander. Das konnte niemand ahnen, nicht einmal Heinrich Heine, als er 1821 in seiner Tragödie Almansor die Worte schrieb: “Das war ein Vorspiel nur. Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“

Es geschah am 10. Mai 1933, als während der Nationalsozialistischen Zeit in Deutschland mehr als 1000 Werke – vor allem jüdischer Autoren – an dieser Stelle verbrannten.
Diese Platte wurde als Mahnung vor den neuen Schlossarkaden in den Boden eingelassen.
Ab Juni 1933 befand sich in dem damaligen Schlossbau eine SS-Junkerschule zur ideologischen Ausbildung. Das so lange, bis zur Bombardierung des Schlosses im Jahr 1944.


braunschweig Nach so viel Geschichte(n) und Shopping in den Schlossarkaden kommt Hunger auf. Also suchen wir uns in einem der vielen Restaurants innerhalb des Einkaufszentrums einen Tisch dort, wo wir „Hunger drauf haben“. Und was essen wir? Sushi!

Danach bummeln wir Richtung Staatstheater Braunschweig. Ursprünglich gab es in der Stadt das 1690 von Herzog Anton Ulrich gegründete Haus; es stand bis 1864 am Hagenmarkt. Lessings „Emilia Galotti“ und Goethes „Faust“ wurden hier uraufgeführt.

Die letzten drei Jahre stand das Haus allerdings wegen Baufälligkeit leer und das Theaterensemble zog 1816 an den Steinweg.

Im zweiten Weltkrieg wurde das „Große Haus“ im Grotian-Steinweg-Saal zerstört; es wurde erst am 15. Dezember 1990 wiedereröffnet.

braunschweig braunschweig

Inhaltsverzeichnis Deutschland


Braunschweig : Riddagshausen : Geschichte(n)