Botswana - Kalahari Wüste

Zurück in Maun, haben wir unsere Vorräte aufgefüllt und einen kleinen Einkaufsbummel gemacht. Maun ist das Zentrum des Ngami Landes und Heimat des Tswana Stammes. 

Eigentlich kommt man ja in diese Region Botswanas, um das Okavango Delta zu besuchen, bzw. eines der umliegenden Reservate. Doch für alle ist Maun Ausgangspunkt bzw. Rückzugsgebiet nach Tagen in der Wildnis. In der Stadt kann man so alles kaufen, was man auf einer Safari braucht. Essen und Trinken, Benzin, die richtige Kleidung (sofern man sie nicht mitgebracht hat) und genügend Filmmaterial. Es gibt eine Post für die üblichen Ansichtskarten an die lieben Daheimgebliebenen; es gibt Banken zum Geldwechseln; und Hotels, sollte man erst hier vor Ort eine Safari buchen wollen.

ErdmännchenFür uns heißt es: auf in die Kalahari, jener 1 Mio. qkm großen Wüste, die große Teile Botswanas bedeckt.
Keine Wüste im eigentlichen Sinne. Denkt man dabei doch immer nur an weite Sandflächen.

Die Kalahari ist eher geprägt von “Vegetationslosigkeit”.
Im Süden Sanddünen und große Wasserarmut.
Im Norden versickert der Okavango in den riesigen Sumpfgebieten des Delta.
Und überall passen die wachsamen  Erdmännchen auf.

KalahariWir sind in das Makgadikgadi Pans Game Reserve gekommen. Einem Gebiet (so groß wie Portugal) mit großen Salzpfannen.
Die Kalahari Kavango Safari hat hier am Ufer eines - z.Zt. ausgetrockneten - Flusses einen Platz gekauft für ein eigenes Camp. Als wir ankommen, finden wir bestätigt, was wir schon in Maun gehört haben. Ein großes Feuer hat die Tage zuvor hier gewütet. Teilweise ist der Boden noch warm, es riecht überall verbrannt. Ein seltsames Schauspiel bietet sich uns, denn ab und zu kam bereits wieder frisches Grün aus der Erde.
Da unser Rastplatz erhöht liegt, können wir trotzdem problemlos unsere Zelte aufschlagen.

SchlachterBevor wir allerdings im Camp ankommen, müssen wir einkaufen gehen. Nur eine begrenzte Anzahl an Lebensmittel darf man nämlich mit in das Reservat nehmen. So müssen wir - wollen wir Fleisch essen - dieses vor Ort kaufen.
Natürlich hilft da die Mundpropaganda, und so erfährt Roger sehr schnell, in welchem Dorf gerade ein Tier geschlachtet wurde. So fahren wir hin und kaufen Fleisch für den Abend.
Ein Schlachterladen bei uns sieht sicher etwas anders aus .....

Auch hier in der Kalahari haben wir oft auf den Auslöser unserer Kamera gedrückt. Eine kleine Auswahl - so ganz ohne Worte - soll den Eindruck dieser Landschaft wiedergeben.
Hier geht der Reisebericht weiter ...


Hahn Dorf

Hütten Hütte

Dorfzufahrt Sandpiste

Lily Schildkröte



Ich habe ja zu Beginn meiner Reisestory über die Kalahari Wüste berichtet, dass es einige Tage vor unserem Eintreffen hier gebrannt hat.
Doch als wir genauer hinsahen, sind schon wieder die ersten Blüten zu erblicken, die sich da durch die Asche ans Tageslicht schieben. So auch die kleinen weißen Lilly, wie sie hier von den Einheimischen genannt werden.

Team Team

Irgendwann aber gehen selbst die schönsten Urlaubswochen zu Ende. Auch für uns heißt es nun Abschied nehmen. Nicht, ohne noch einmal unsere guten Geister fotografiert zu haben.



Die Kalahari (auch Kgalagadi genannt) besteht überwiegend aus feinpulverigem, rotem Sand. Sie erstreckt sich von Südafrika über Namibia und Botswana bis nach Angola und Sambia auf einer Fläche von mehr als 1,2 Mio. qkm.

Große Teile der Kalahari sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen: so auch das Okavango Delta.

Erst vor etwa 20.000 Jahren wurden die Dünen durch Pflanzen verfestigt; so entstand die Trockensavanne. Die Dünen wandern nicht wie in der Namib, sondern werden durch Gräser, Dornenbüsche und Akazien daran gehindert.

Die Kalahari ist das Siedlungsgebiet de San, die hier in Familienverbänden leben. Sie kennen kein Privateigentum und das führte die letzten Jahre aus zu Problemen bei den Umsiedlungsversuchen der botswanischen Regierung.

Die Kalahari ist von langen Trockenperioden geprägt mit einigen Regenfällen zwischen Dezember und Februar. Und das bei teilweise über 30°C liegenden Tagestemperaturen, die nachts auch schon mal unter 0°C fallen können.



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